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Besonderer Angebots-Mix: Trierer Altstadtfest: 36 Grad, und es geht noch heißer

Besonderer Angebots-Mix : Trierer Altstadtfest: 36 Grad, und es geht noch heißer

Die 39. Auflage des Drei-Tage-Festes in der Fußgängerzone wartet mit einem besonderen Angebots-Mix auf.

Da darf man sich doch mal selbst auf die Schulter klopfen: „Alles, was wir uns an Neuerungen haben einfallen lassen, funktioniert und wird gut angenommen“, lautet am Samstagabend das Zwischenfazit von Norbert Käthler. Der 54-Jährige ist Geschäftsführer der Trier Tourismus Marketing GmbH (TTM), die das Altstadtfest veranstaltet, und zeigt sich „fürs Erste sehr zufrieden“.

Schauplatz einer der Neuerungen ist der Porta-Nigra-Vorplatz, wo am Samstag eine Silent Disco steigt. Das übliche Gedröhn fehlt, es ist ungewöhnlich still, dennoch wird mehr oder weniger ausgelassen  getanzt. Die Musik dazu kommt nicht aus Lautsprechern, sondern wird per Funk auf Kopfhörer übertragen. 2500 stehen zur Verfügung, etwa die Hälfte davon finden – gegen 30 Euro Pfand – leihweise Abnehmer. Die SWR3-DJs Michael Spleth und D White servieren drei verschiedene Musikstile. Für jeden was dabei. Nur ein etwa 60-jähriger Festbesucher aus Luxemburg hat etwas auszusetzen. Schon immer habe es beim Altstadtfest-Samstag  abends Live-Musik gegeben. „Und jetzt sowas ...“ Den Leuten mit den Kopfhörern gefällt’s. Das könnte darauf hindeuten, dass der In-Trend der Silent Discos mit der ortsüblichen Verspätung so in drei, vier Jahren auch in Trier voll einschlägt.

Livemusik gibt es an allen Ecken und Enden. Neben den „üblichen Verdächtigen“ sind auch spannende Neuerungen dabei. Etwa die  reaktivierte Atlantis Soul Band, die sich am Musiktreff Sim präsentiert. Ein Wiedersehen und -hören mit der elfköpfigen Truppe gibt es beim Weinfest in Olewig am Sonntag, 4. August, 17.30 Uhr, Blesius Garten.

Altstadtfest Trier am Samstagabend

Ebenfalls elf Leute und eine Wucht: Die Wittlicher Band Soul & More am Samstagabend auf der Hauptmarkt-Bühne.

Die zweite der eingangs vom TTM-Chef angesprochenen Programmauffrischungen spielt sich auf dem Kornmarkt ab. Große Bühne u n d Kinderprogramm – zwei Faktoren, die früher nicht in Einklang gebracht werden konnten, funktionieren diesmal bestens nebeneinander. Erfolgsgeheimnis ist eine klar abgegrenzte „Familienwelt“ rund um den Georgsbrunnen, in der sich die jüngsten Festbesucher nach Lust und Laune durch den Trier-Mariahofer Multikünstler Silvio Gerhards und Kinderschminken bespaßen lassen oder an Mal- und Bastelwettbewerben teilnehmen können. Auch auf der großen Bühne nebenan ist noch Platz für Familientaugliches: Nachmittags steht dort Puppentheater auf dem Programm.

 Starker Auftritt am Musiktreff Sim: die elfköpfige Atlantis Soul Band. Hier Stephan Wonnebauer, Nadine Woog, Silvia Günther und Caro Hermes (von links).
Starker Auftritt am Musiktreff Sim: die elfköpfige Atlantis Soul Band. Hier Stephan Wonnebauer, Nadine Woog, Silvia Günther und Caro Hermes (von links). Foto: Roland Morgen
 Beste Laune bei hochsommerlichen Temperaturen und toller Musik.
Beste Laune bei hochsommerlichen Temperaturen und toller Musik. Foto: Rainer Neubert

Die 39. Auflage des Altstadtfestes, das es in dieser Form seit 1981 gibt, dürfte als die bislang heißeste in die Chronik eingehen. 36 Grad im Schatten am Sonntagnachmittag, dazu kein Wölkchen und erst recht kein Gewitter in Sicht – da könnte man doch glatt zum Eiskübel greifen und freiwillig an der nächstbesten Ice Buckett Challenge teilnehmen. Doch es geht noch heißer. Hans Robert Lemoine (45) aus Kleinwehrhagen (Kreis Heinsberg/NRW) betreibt einen der 115 Gastro-Stände auf der Festmeile und bietet Flammlachs an. Nachfrage? „Erstaunlich gut!“, sagt der 45-Jährige nach seiner Trier-Premiere. Jetzt hofft er darauf, auch am Weihnachtsmarkt teilnehmen zu dürfen. Nicht um eine Altstadtfest-Teilnahme beworben hat sich Anja Wendling (53) aus Kastellaun –  und ist mit ihrem Team trotzdem dabei. Sie wurde von der TTM eingeladen, um für die Vor-Tour der Hoffnung (Benefiz-Radsportveranstaltung zur Unterstützung krebs- und leukämiekranker Kinder) zu werben, die vom 11. bis 13. August im Trierer Land unterwegs ist. „Solch eine zusätzliche Unterstützung haben wir noch nicht erlebt. Eine ganz tolle Sache!“, findet Anja Wendling.