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Trierer Amokfahrt: Diese Standorte für die Gedenkstätte sind im Gespräch​

Tragödien : Trierer Amokfahrt: Diese drei Standorte für die zukünftige Gedenkstätte sind im Gespräch

An welcher Stelle in der Trierer Innenstadt soll an die Opfer der Amokfahrt erinnert werden? Die Diskussion darüber dauert an. Jetzt liegen konkrete Vorschläge auf dem Tisch.

Für die zukünftige Gedenkstätte an die Opfer der Amokfahrt vom 1. Dezember 2020 sind drei mögliche Standorte im Gespräch. Wie Angehörige der bei dem Gewaltverbrechen Getöteten am Dienstag unserer Redaktion sagten, habe man sich auf die möglichen Standorte Porta Nigra, Simeonstraße oder Konstantinstraße geeinigt. In der Konstantinstraße begann am Mittag des 1. Dezember 2020 die Amokfahrt, in der Simeonstraße tötete der Amokfahrer sein letztes Opfer, und vor der Porta Nigra wurde unmittelbar nach der Tat eine provisorische Gedenkstätte errichtet.

Gedenkstätte: Betroffene wählen einen Vorschlag aus

Drei Trierer Künstler haben vor einiger Zeit den Auftrag bekommen, konkrete Vorschläge für eine Gedenkstätte zu entwickeln. Die Betroffenen wählen dann einen Entwurf aus, hieß es im März. Ursprünglich war auch davon die Rede, dass die Gedenkstätte möglichst am 2. Jahrestag der Amokfahrt, also am 1. Dezember 2022, errichtet sein soll. Dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann, gilt aber nach Aussage von Angehörigen als fraglich. Ein Grund: Sowohl an der Porta wie auch in der Konstantinstraße stünden Baumaßnahmen bevor.

Neben der zentralen Gedenkstätte könnte es an den Stellen, an denen der Amokfahrer auf seiner mörderischen Tour durch die Innenstadt Menschen getötet hat, auch kleine Symbole geben – etwa ein gestalteter Pflasterstein oder ein in den Boden eingelassenes kleines Licht. Eine Entscheidung darüber ist nach Angaben aus Angehörigenkreisen aber noch nicht gefallen.