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Trierer Auszubildende zu Gast in Ruanda

Trierer Auszubildende zu Gast in Ruanda

Der Verein Handwerk hilft ermöglichte fünf Auszubildenden aus Trier einen Besuch in Ruanda, um fachliche Kenntnisse zu vermitteln - und im Gegenzug viel über die Arbeitsweise in Ostafrika zu lernen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Trier. Rund 100 Interessierte finden sich in den Räumlichkeiten der Trierer Firma Hees & Peters ein, um den Multimediavortrag von zwei Auszubildenden zu verfolgen, die von ihren Erlebnissen in Ruanda berichten.
Azubis berichten Kurioses


Vorher spricht Norbert Kömen vom Verein Handwerk hilft von einer "Win-win-Situation, wenn deutsche Auszubildende über den Tellerrand sehen und ein konstanter Know-how-Austausch stattfinden kann".
Gerade in der aktuellen Flüchtlingsdebatte solle es das Ziel sein, zu helfen, bevor die Leute ihr Land verlassen müssen, so Kömen.
Als die beiden Auszubildenden Arne Proß und Alex Hoffmann dann in anschaulichen Bildern und kleinen Video-Einspielungen erzählen, wie zum Beispiel eine Werkstatt in Ruanda aussieht, sorgt das für Erstaunen und auch Lacher im Publikum. Bis zu den Knöcheln stehen die ruandischen Handwerker in Sägespänen, die zuvor durch die Luft gewirbelt sind - Absauganlagen gibt es keine.
Viele Späne, keine Dübel


Überall fehlt es an Kleinigkeiten. Sogar Holzdübel waren den jungen Leuten - bis zum Besuch der deutschen Azubis - unbekannt. "Beim Umgang mit der Flex bekommen europäische Auszubildende es mit der Angst zu tun", so Alex Hoffman und ein Foto beweist: Arbeitsschutz beim Schweißen besteht in Ruanda aus einer Sonnenbrille.
Dabei seien die Ergebnisse durchaus passabel und die Menschen wissbegierig. Nur eine Woche haben die vier Schreiner- und ein Metallbau-Auszubildender in Ruanda verbracht, doch ihr Vortrag macht deutlich, dass diese kurze Zeit genügt hat, um die großen Unterschiede zwischen Trier und seiner Partnerstadt Ruanda am eigenen Leib zu spüren.
"Überwältigend" ist das Wort des Abends, wenn die beiden jungen Männer von der Gastfreundschaft und der Dankbarkeit der Ruander berichten.
Unterbrochen wird der Vortrag mit musikalischen Einlagen von Sakiko Idei, die auf Marimbaphon und Djembe für exotisches Flair sorgt.
Peter Böhm vom Verein Handwerk hilft sieht auch für andere Handwerkssparten eine Chance, im Rahmen des Austauschprojekts jungen Menschen unterschiedliche Herangehensweisen und Kulturen nahezubringen. Der seit zwei Jahren bestehende Verein hofft auf Unterstützer.
Mehr über den Verein und seine Arbeit:
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