Trierer baut Skatepark in Tansania

Trierer baut Skatepark in Tansania

In Tansanias Hauptstadt Dodoma ist unter Anleitung des Trierer Profi-Skaters Axel Reichertz die erste Skateranlage errichtet worden. Jetzt ist das Projekt in der Trierer Skaterhalle vorgestellt worden.

Trier. Sinnvoll die Freizeit verbringen, das Selbstwertgefühl stärken, den Zusammenhalt fördern: Das sind nur einige der positiven Seiten vom Skaten, erklärte Torben Oberhellmann von der Stiftung "skate-aid".
Überall auf der ganzen Welt fördert die Stiftung aus Münster in Kooperation mit regionalen Bündnispartnern das Skateboarden. Besonders bekannt wurde durch überregionale Medien und eine Reportage im Auslandsjournal ein Projekt in Kabul. Es zeigt, wie nützlich solche Anlagen auch in Krisengebieten wirken: sinn- und identitätsstiftend, entlastend vom Alltag und geschlechterneutral.
Das jüngste, durch Spenden und Sponsoren finanzierte 23 000-Euro-Projekt von "skate-aid", ist jetzt in Tansania abgeschlossen worden. Dort hat der Trierer Axel Reichertz als Baustellenleiter mit Unterstützung der Don Bosco-Stiftung innerhalb von vier Wochen einen knapp 500 Quadratmeter großen Skaterpark errichtet. Tagelöhner seien überdurchschnittlich bezahlt worden, so dass sie im Laufe der Zeit immer bessere Kleidung getragen hätten. Zudem habe es regelmäßig Frühstück und Mittagessen gegeben.
Mit dem Betonskaterpark ist nicht nur eine infrastrukturelle Verbesserung in der 200 000-Menschen-Metropole erreicht worden. Ein eigens angestellter Lehrer aus Uganda, der ebenfalls kurz von seiner Arbeit berichtete, wird den jungen Sportlern vor Ort Unterricht geben. Zudem seien 20 Boards angeschafft worden.
"Eine gute Sache", resümierte der Trierer Skatehallenleiter und Fachplaner Reichertz. "Ich würde mich freuen, wenn das Schule macht!" Plätze dieser Art könne man aber auch in Trier noch mehr gebrauchen.
Zur Unterstützung der Kinder und Jugendlichen in Dodomo sind Sachspenden in Form von ausrangierten Skatebrettern, Schuhen oder Zubehör willkommen. Die Ware wird zollfrei nach Tansania verschifft, wo sich die Don Bosco-Stiftung um die Abwicklung vor Ort kümmert.
Infos unter www.skate-aid.org oder bei Axel Reichertz

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