Trierer Bierfestival: Kreatives Kultgetränk aus Hopfen, Hefe, Malz und Wasser

Kostenpflichtiger Inhalt: Trierer Bierfestival : Kreatives Kultgetränk aus Hopfen, Hefe, Malz und Wasser (Fotos/Video)

Mehr als 100 Sorten können Gäste beim sechsten Trierer Bierfestival probieren, das am Freitag eröffnet wurde. Für einen kranken Jungen geht vielleicht bald ein Wunsch in Erfüllung.

Goldgelb fließt das Bier aus dem Zapfhahn ins Glas. Jayson Abani von der Augsburger Biermanufaktur Riegele achtet penibel darauf, dass der Schaum nicht über den Glasrand läuft. Denn perfekt gezapft wäre das Bier dann nicht. Ob es die Besucher tatsächlich stören würde? 100 verschiedene Craft-Biere von 19 Brauereien und Bierdealern können sie zwei Tage lang beim sechsten Bierfestival im Blesius Garten in Trier-Olewig probieren. „Allerdings ist der Samstag schon ausverkauft“, verkündet Inhaber Klaus Tonkaboni, der stolz ist auf die Erfolgsgeschichte. Der Mix aus regionalen, nationalen und internationalen Brauern kommt bei Kunden und Brauereien an. Doch größer werden wolle man nicht: „Das Festival soll keine Massenveranstaltung werden, sondern dem Austausch mit den Brauern dienen.“ Braumeister Sebastian Nguyen von der Brauerei Kraft Bräu sieht das genauso. „Bei uns fühlen sich die Leute wohl. Wir wollen eine Vielfalt von Bieren anbieten von Brauern mit Kreativität und Leidenschaft.“

Genau aus diesen Gründen kommen Christian Klos und Torsten Koch aus Wiltingen bereits zum dritten Mal nach Trier-Olewig. „Es gefällt uns, da wir jede Menge verschiedene Biersorten probieren können und außerdem das Ambiente wunderschön ist“, schwärmt Klos. „Ich bin sehr interessiert an Pale Ale. Das schmeckt sehr fruchtig, und man bekommt es normalerweise nur in der Flasche. Hier wird es gezapft.“

Sechstes Trierer Bierfestival eröffnet
Gemütliche Atmosphäre: Biersommelier Steffen Broy von der Biermanufaktur Riegele aus Augsburg unterhält sich mit zwei Gästen. Foto: TV/Verona Kerl
Pioniere der deutschen Craft Beer Szene: „Kehrwieder“ mit Oliver und Julia Wesseloh. Die Nordlichter brauen Bier, dass nicht nur Hamburgern mundet. Foto: TV/Verona Kerl

Dass die Bierbrauer nicht nur beim Brauen innovativ sind, sondern auch bei ihren Biernamen, wundert da kaum. „Englishman in New York“, „Flucht aus Bayern“ oder „Nachtschwärmer“ nennen sie ihre Kreationen. Diese Kreativität liebt Agathe Becker aus Olewig und sie entdeckt auch beim sechsten Festival noch viel Neues: „Hier kann ich mich mit den Brauern unterhalten. Ich finde es spannend, welche Hopfen, welches Malz sie verwenden. Mal schmeckt ein Bier nach Grapefruit, mal nach Litschi.“ Damit es für Bierfans wie Agathe Becker nicht langweilig wird, präsentieren sich allein in diesem Jahr acht neue Brauereien. Wenn das letzte Bier ausgetrunken ist, geht vielleicht der Herzenswunsch von Daniel Masutt aus Greimerath im Hochwald in Erfüllung, der seit seiner Geburt an der Schmetterlingskrankheit leidet. Der TV berichtete über die Krankheit, bei der die Haut des Patienten so verletztlich ist wie Schmetterlingsflügel. Er wünscht sich, in Norwegen angeln zu können. 50 Cent des Eintritts geht an den karitativen Club 51. Angesichts der vielen Besucher, stehen seine Chancen gut.

Mehr von Volksfreund