Trierer Bischof: Willkommenskultur alleine reicht nicht

Trier · Das Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband werden sich noch stärker für Flüchtlinge engagieren. Das haben Bischof Stephan Ackermann und Caritas-Direktorin Birgit Kugel heute gemeinsam erklärt. Es geht dabei besonders um eine professionelle Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer. 17 neue Stellen sollen zusätzlich geschaffen werden.

 Bischof Stephan Ackermann und Diözesan-Caritasdirektorin Birgit Kugel stellen ihre Initiative für Flüchltinge vor.

Bischof Stephan Ackermann und Diözesan-Caritasdirektorin Birgit Kugel stellen ihre Initiative für Flüchltinge vor.

Foto: Rainer Neubert

Nach Ansicht von Bischof Stephan Ackermann ist die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung groß. "Allerdings reicht eine Willkommenskultur alleine nicht aus, sondern es ist auch eine Aufgabe der Integration." Gemeinsam mit Diözesan-Caritasdirektorin Birgit Kugel und Domvikar Hans Günther Ullrich zeigte das kirchliche Oberhaupt des Bistums Trier am Freitag auf, wie die ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe noch besser professionell unterstützt und gestützt werden soll.

So werden in den kommenden fünf Jahren insgesamt acht Millionen Euro für die Flüchtlingsarbeit bereitgestellt. Unter anderem werden damit insgesamt 17 zusätzliche Stellen finanziert, die in den zehn regionalen Caritasverbänden und im saarländischen Lebach eingerichtet werden. Ziel sei es, den 2000 Menschen professionelle Hilfe zu geben, dies sich bistumsweit derzeit in 100 kirchlichen und caritativen Initiativen für die Flüchtlingshilfe engagieren. "Damit helfen wir, damit das Engagement nicht nachlässt", so der Bischof.

Um elf volle Personalstellen soll die Flüchtlings- und Verfahrensberatung aufgestockt werden. In jedem der Caritasverbände wird zudem um ein halbe Stelle für die Ehrenamtskoordination aufgestockt. Diese begleitet, berät und qualifiziert ehrenamtliche Helfer. Auch die beiden Fachstellen für traumatisierte Flüchtlinge in Mayen und Trier erhalten je eine halbe Stelle mehr Personal.

Das Bistum wirbt zudem weiterhin für die Bereitstellung von Wohnraum in den Kommunen. Das Bistum stellt für Flüchtlinge derzeit 40 kirchliche Immobilien zur Verfügung. Dort seien 200 bis 300 Menschen untergebracht. Nach Aussage von Domvikar Hans Günther Ullrich sind ein Dutzend weitere Immobilien im Gespräch.

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