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Trierer Einzelhandel: Wer hat ab Montag geöffnet und wer nicht?

Einkaufen in Corona-Zeiten : Trierer Einzelhandel - Wer hat ab Montag geöffnet und wer nicht?

Geschäfte unter 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen ab Wochenbeginn wieder öffnen. Doch auch größere Läden können unter bestimmten Voraussetzungen den Betrieb wieder aufnehmen. Noch rätseln die Stadt Trier und die Händler allerdings, wie die Bedingungen konkret zu erfüllen sind.

Ein Rundruf bei den Trierer „Großen“ im Einzelhandel zeigt: Noch weiß niemand so genau, wie die von der Landesregierung angekündigten Lockerungen im Einzelhandel ab Montag umgesetzt werden können und müssen. Bislang sind nur die Rahmenbedingungen bekannt. „Wir warten auf die Ausarbeitung der Verordnung durch das Land“, erklärt Michael Schmitz, Pressesprecher der Trierer Stadtverwaltung, am Freitagmittag auf TV-Nachfrage. Erst dann könne vor Ort konkret gesagt werden, was für welches Geschäft möglich ist. Zuständig für die Kontrollen, ob die Vorgaben zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus eingehalten werden, ist dann das städtische Ordnungsamt. Insgesamt gibt es in Trier rund 900 Einzelhandelsgeschäfte.

Bisher hat die Landesregierung nur grobe Eckpunkte veröffentlicht (siehe Extra-Text). Läden bis 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen demnach öffnen – aber nur jeweils einer Person pro zehn Quadratmeter Fläche gleichzeitig Zugang gewähren. Größere Geschäfte können laut der neuen Regelung eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern absperren. Wie das genau funktionieren soll, wissen die Einzelhändler allerdings noch nicht.

„Wir gehen davon aus, dass wir zumindest teilweise und mit Beschränkungen öffen dürfen“, sagt eine Sprecherin der Multi Germany GmbH, die die Trier-Galerie in der Trierer Fleischstraße betreibt. Ohnehin hatten in dem Einkaufscentrum auch während der vergangenen Wochen der Rewe-Supermarkt und der dm-Drogeriemarkt im Untergeschoss geöffnet.

Auch im Alleencenter in der Trierer Ostallee durfte der Kaufland-Markt und eine Post-Annahmestelle während des Shutdowns geöffnet bleiben. „Jetzt warten wir auf die genaueren Ausführungen der ab Montag geltenden neuen Regeln“, sagt eine Unternehmenssprecherin am Freitagmittag auf TV-Nachfrage.

Bei Kaufhof und Karstadt hört sich das ähnlich an: „Wir müssen noch abwarten, wie die Landesverordnung genau aussehen wird, dann können wir entscheiden, wie wir vorgehen“, sagt eine Pressesprecherin der fusionierten Unternehmen.

Viel Betrieb herrscht in der Frühlingszeit normalerweise auch immer in den großen Möbelhäusern Möbel Martin und Möbel Ehrmann. Aber auch da gibt es noch keine genauen Pläne, wie der Verkauf möglicherweise ab Montag wieder starten könnte: Bei Möbel Ehrmann sitze man derzeit in Konferenzen zusammen und warte auf genauere Angaben aus Mainz. Und auch aus der saarländischen Zentrale von Möbel Martin heißt es für die Konzer Filiale: „Wir können noch nichts genaues sagen.“

Wann die Landesregierung am heutigen Freitag die Ausarbeitung der neuen Verordnung, die ab Montag, 20. April, für den Einzelhandel gilt, herausgibt, ist noch unbekannt.

Der TV berichtet über die aktuellen Entwicklungen unter volksfreund.de