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Trierer Energieunternehmen WI Energy verwandelt Solarpark Kersch in ein Bienenparadies

Grüner Strom und Artenschutz kombiniert : Solarpark bei Ralingen wird zum Bienenparadies

Die Erzeugung von grünem Strom und der Schutz von Insekten sollen an der Photovoltaikanlage bei Ralingen-Kersch künftig Hand in Hand gehen.

Die Photovoltaik-Anlage in Kersch soll sich binnen weniger Monate in eine Oase für die heimische Insektenwelt verwandeln. Der Startschuss für das Projekt ist laut dem Anlagen-Betreiber noch für dieses Jahr geplant. Hobbyimker Matthias Reimann aus Rascheid im Hochwald, der sich seit Jahren für den Artenschutz einsetzt, steht dem Unternehmen beratend zur Seite. Noch sehe es jahreszeitlich bedingt karg aus auf den Böden unter den Solarmodulen, heißt es in der Mitteilung zum Projekt. Aber die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.

Anlagen-Betreiber WI Energy ist Initiator für erneuerbare Energien mit Firmensitz auf dem Petrisberg in Trier. Der 2018 erbaute Solarpark in Kersch steht auf einem ehemaligen Steinbruch. Laut dem Betreiber liefert die  Anlage rund 3 150 000 Kilowattstunden (kWh) regenerativen Strom im Jahr und spart damit in den nächsten 25 Jahren 61 000 Tonnen CO2 ein. Projektleiter Peter Maasem merkt an: „Neben unserem Ziel, die Energiewende aktiv voranzutreiben, möchten wir zusätzlich unseren Beitrag zur Biodiversität in Deutschland leisten.“

Angesichts des vermehrten Sterbens von Bienenvölkern sei es an der Zeit zu handeln, findet Hobbyimker Reimann. „Es ist wichtig, dass wir Inseln schaffen, auf denen die Bienen genügend unbelastetes Futter finden.“

Bevor blühende Wiesen an der Anlage in Kersch entstehen können, bedarf der Boden einer besonderen Vorbereitung. Im erste Schritt werde der Boden gelockert und versucht, um störende Beikräuter herauszunehmen. Im Frühjahr kann die Saatmischung ausgesät werden. Das Saatgut Riga, das in Kersch zum Einsatz kommt, beinhaltet Blumenarten wie die Königskerze, Buchweizen, Sonnenblume, Färberkamille, Glockenblume, Hornklee und viele weitere. Nach etwa einem Jahr soll das Ergebnis sichtbar sein.