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Trierer entdecken zwei neue Heuschrecken-Arten in Spanien

Trierer entdecken zwei neue Heuschrecken-Arten in Spanien

Sphingonotus almeriense und Sphingonotus nodulosus: So heißen die jüngsten Entdeckungen zweier Trierer Forscher. Dabei geht es um neue Heuschrecken-Arten. Die Trierer Biogeographen haben die Insekten in Spanien entdeckt.

Spannende Entdeckung in Spanien: Der Trierer Biogeograph Axel Hochkirch hat gemeinsam mit seinem ehemaligen Studenten Martin Husemann und dem spanischen Kollegen David Llucia-Pomares zwei neue Heuschrecken-Arten auf der iberischen Halbinsel entdeckt.
Bei den beiden neuen Heuschrecken-Arten, Sphingonotus almeriense (Almeria-Sandschrecke) und Sphingonotus nodulosus (Verkannte Sandschrecke), handelt es sich um so genannte kryptische Arten, die ihren nächsten Verwandten sehr ähnlich sehen. Deswegen konnten sie erst mit Hilfe von Gentests ermittelt werden. Gefunden hatte Axel Hochkirch eine der beiden Arten bereits im Jahr 2005 in einem Reservat in Spanien in der Nähe der andalusischen Hafenstadt Almeria - daher auch der Name Sphingonotus almeriense.

Der Fundort von Sphingonotus almeriense gilt als "Hotspot" der Artenvielfalt, das heißt, gerade hier sind noch weitere Endemiten zu erwarten. Gleichzeitig ist gerade die andalusische Küste stark durch den Tourismus bedroht. Daher hoffen die Wissenschaftler, dass die Entdeckung neuer Arten in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Besonderheit dieser Region stärkt.