Trierer Erklärung der Vielen wehrt dich gegen rechten Populismus

Kultur : Trier kämpft für die Freiheit der Kunst

Kulturschaffende, Politiker und Bürger wehren sich mit der „Trierer Erklärung der Vielen“ gegen rechten Populismus, der die Kunstfreiheit einschränken möchte.

Gerade jetzt, wo man sehe, was in Österreich passiert, gelte es zu handeln. „Wir müssen uns ganz vehement gegen eine Strömung wehren, die das, was wir hier in Europa leben, auseinanderreißen will“, sagt der Trierer Theaterintendant Manfred Langner.

Gemeinsam mit Tufa-Geschäftsführerin Teneka Beckers und Tufa-Vorsitzendem Klaus Reeh hat er die „Trierer Erklärung der Vielen“ verabschiedet.

Eine Erklärung, die nun von mehreren Dutzend Kulturschaffenden, Politikern und Trierer Bürgern unterzeichnet wurde, darunter auch Elisabeth Dühr, Chefin des Trierer Stadtmuseums, Triers ehemaliger Generalmusikdirektor Victor Puhl oder Matthias Sieveke, Dekan des Fachbereichs Gestaltung an der Hochschule.

„Die Kunst ist frei ... und muss frei bleiben, denn die freien Künste leisten einen wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag zu einer menschlichen und freiheitlichen Gestaltung der Welt“, heißt es in der Erklärung, die sich gegen rechten Populismus wendet. „Wir können nicht wegsehen, wenn in Deutschland rechte und nationalistische Gruppierungen oder Parteien Veranstaltungen stören, in Spielpläne eingreifen wollen und an einer Renationalisierung der Kultur arbeiten.“

Die Unterzeichner kündigen an, mit ihrem Publikum „einen offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über populistische, rechte Strategien“ zu führen. Auch wollen sie rechtsnationalen Populisten und Rassisten keinen Raum bieten. „Gerade hier, im Herzen Europas, wo nach den leidvollen Erfahrungen zweier Weltkriege seit über 70 Jahren grenzüberschreitende Zusammenarbeit tagtäglich praktiziert wird, wenden wir uns gegen alle Versuche, erneut Mauern und Zäune zwischen Menschen zu errichten. Wir stehen gemeinsam mit unseren Nachbarn und Freunden aus Luxemburg, Frankreich und Belgien für ein einiges Europa“, heißt es in der Erklärung.

Deutschlandweit haben bereits mehr als zwei Dutzend Länder, Regionen und Städte ähnliche Erklärungen unterzeichnet.

Mehr von Volksfreund