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Trierer Floriansjünger fürchten Nachwuchsmangel

Trierer Floriansjünger fürchten Nachwuchsmangel

Einmal im Jahr ist Delegiertentag beim Stadtfeuerwehrverband Trier (StFV). Der Vorschlag des Vorstands, einen Zwei-Jahres-Rhythmus einzuführen für die Treffen, wurde von den Delegierten gekippt. Vielfach geäußerte Meinung: Sonst laufe der Zusammenschluss aller Löschzüge Gefahr, womöglich ganz in Vergessenheit zu geraten.

Trier-Olewig. Zieht man lediglich die 300 Mitglieder aus den elf Trierer freiwilligen Löschzügen beim Stadtfeuerwehrverband Trier (StFV) ins Kalkül, ist man geneigt, von einem eher kleinen Zusammenschluss zu sprechen, erst recht, wenn die Delegierten das selber tun. Doch die 300 sind nur die halbe Wahrheit. Hinzuzurechnen sind 150 Berufsfeuerwehrkollegen sowie rund 120 Mitglieder der Jugendwehren. "Dann sieht", so Vorsitzender Thomas Schmitt (Löschzug Olewig), "die Sache schon ganz anders aus."
Von einem harmonischen Miteinander geprägt waren die Diskussionen im Feuerwehrgerätehaus von Olewig, auch wenn man sich bei dem Jahrestreffen in einem Punkt nicht einig war. Deutlich wurde dies bei der Diskussion, ob es nicht besser sei, bei einem so kleinen Verband einen Zwei-Jahres-Turnus für die Treffen einzuführen. Der vom Vorstand wohl gut gemeinte Vorstoß fand jedoch keine Mehrheit bei den Delegierten. Man laufe dann Gefahr, dass am Ende der Vorstand allein dastehe. Vielmehr wurde der Vorschlag aufgegriffen, das traditionelle Treffen mit einem weiteren Anlass zu verknüpfen, etwa einem Geschicklichkeitswettbewerb oder einem Tag für die ganze Familie am Nachmittag.
Vielfach aktiv


Nur der StFV böte die Gelegenheit, alle Trierer Löschzüge zusammenzubringen, wurde lobend herausgestellt. Bereits im kommenden Jahr soll ein solcher Vorstoß unternommen werden, um mit einem "Veranstaltungsanhängsel" den Wert des Treffens zu erhöhen.
In seinem Bericht sprach der Vorsitzende von einer regen Tätigkeit des Vorstands im vergangenen Jahr. Sowohl auf örtlicher, Verbands- und Landesebene sei der StFV vielfach vertreten gewesen. Die angeschlossenen Löschzüge hätten an Wettbewerben, Fortbildungen und Wettkämpfen, wie etwa beim Feuerwehrleistungsabzeichen oder dem Deutschen Feuerwehr-Fitness-Abzeichen teilgenommen.
Stefan Bach (Zewen) und Paul Klas (Irsch) seien mit der Ehrennadel in Silber des Verbandes für ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen ausgezeichnet worden.
Kai Wollscheid (Ehrang) statte den Bericht des Stadt-Jugendfeuerwehrverbandes der Versammlung ab. In einer Nachwahl wurde Marco Monshausen (Löschzug Irsch) als zweiter Stellvertreter gewählt, nachdem Sabine Damberg ihr Amt aufgegeben hatte durch Wegzug nach Schweich.
Im Verlaufe des Treffens stellte Vorsitzender Schmitt einen neuen Banner des Feuerwehr-Landesverbandes vor mit dem Motto "Deine Heimat - deine Feuerwehr". Mit wechselnden Aufstellorten innerhalb der Stadt will der StFV in den nächsten Wochen auf die freiwilligen Löschzüge aufmerksam machen. Denn eines steht für alle in der Feuerwehr fest. "Ohne Nachwuchs sähe es schlecht aus für uns", unterstrich der Vorsitzende. LH
Extra

Die beiden größten Veranstaltungen in diesem Jahr mit städtischer Beteiligung sind: am 14. Juni die Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens in Ober emmel und am 6. September ein Geschicklichkeitsfahren für Einsatzfahrer auf dem Trierer Viehmarkt. Unter dem Motto "Tag der Retter" dient die Veranstaltung allen Hilfsorganisationen, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. LH