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Trierer Freibäder: In 14 Tagen soll es los gehen!

Trierer Freibäder : In 14 Tagen könnte es losgehen in Nord- und Südbad!

Geht alles gut, sollen Nord- und Südbad Freibäder in rund zwei Wochen öffnen. Um Corona-Infektionen möglichst zu vermeiden, dürfen allerdings viel weniger Gäste als sonst eingelassen werden.

Im Trierer Nordbad ist Saisoneröffnung normalerweise rund um den 1. Mai. Das Südbad als Schönwetterschwimmbad öffnet seine Tore meist ein paar Wochen später – je nach absehbarer Wetterlage. Doch in diesem Jahr ist auch das anders: Beide Bäder sind noch im Winterschlaf. Wann es losgehen könnte mit der Badesaison stand in den Sternen – bis Sportdezernentin Elvira Garbes (Grüne) in der Stadtratssitzung am Dienstagabend die frohe Botschaft verkündete: Trotz Corona-Krise könnte in den beiden Trierer Freibädern in etwa zwei Wochen die Badesaison beginnen.

Von Seiten der Landesregierung, die die Vorgaben für die Eindämmung der Corona-Pandemie macht, dürfen Freibäder zwar bereits ab dem morgigen Mittwoch wieder eröffnen (der TV berichtete, siehe auch Bericht Seite 1). Die konkrete Verordnung, welche Abstands- und Hygieneregeln zum Infektionsschutz eingehalten werden können und welche Voraussetzungen ansonsten erfüllt sein müssen, sind bei der Trierer Stadtverwaltung allerdings erst am Dienstag eingegangen.

Die geforderten Vorkehrungen seien „nicht unerheblich“, teilte Sportdezernentin Elvira Garbes (Grüne) in der Stadtratssitzung am Dienstagabend mit. Bereits ab Mittwoch zu öffnen „bekommen wir jedenfalls nicht hin“, sagte die Bürgermeisterin. „Wir müssen Material besorgen, Abstände messen, ein Ein- und Auslasssystem muss erstellt werden und vieles mehr“, erläuterte Garbes. Insbesondere sei es wichtig zu vermeiden, dass sich Schlangen an den Kassen bilden. „Ich hoffe, dass wir in zwei Wochen so weit sind und die Schwimmbäder eröffnen können“, sagte Garbes.

Ins Nordbad könnten wohl wegen der von der Landesregierung vorgegebenen Abstandsgebote maximal 200 Menschen gleichzeitig im Schwimmbad sein, inklusive Personal. Im Südbad dürften es nach aktuellen Berechnungen der Stadt wohl etwa maximal 600 Gäste sein. „Vielleicht lässt es sich auch so regeln, dass wir ins Südbad jeweils 600 Leute nacheinander in mehreren Schichten und jeweils für einige Stunden lassen“, schilderte Garbes eine der städtischen Überlegungen, wie trotz Corona-Regeln möglichst viele Menschen das große Freibad nutzen könnten. Zum Vergleich: In heißen Sommern zählt das Nordbad über die gesamte Saison bis zu 68 000 Besucher und das Südbad etwa 100 000. An einzelnen Spitzentagen sind es alleine im Südbad schon mal 3800 Badegäste.

Um den Ausnahme-Betrieb in Corona-Zeiten zu organisieren und alle Regeln einhalten zu können, würden im Südbad elf zusätzliche Mitarbeiter benötigt und im Nordbad zehn, erläuterte Garbes weiter.

Weil das Stadtbad weiter geschlossen bleibe, sei es möglich, Mitarbeiter der Stadtwerke, die das Hallenbad an den Kaiserthermen betreiben, in den Freibädern einzusetzen. „Wie wir das allerdings alles bewerkstelligen können, ist noch nicht ganz klar“, sagte Garbes. Definitiv werde der Bäderbetrieb auch einen hohen finanziellen Aufwand bedeuten. Die Bäder müssen allerdings auch in normalen Sommern mit einem mittleren sechsstelligen Betrag aus dem allgemeinen Haushalt der Stadt subventioniert werden.

Wie und wann die weiteren Freibäder rund um Trier in diesem Sommer eröffnen werden, steht laut Garbes noch nicht letztlich fest. Nach gemeinsamen Gesprächen der Verantwortlichen sehe es allerdings so aus, als würden die meisten Bäder im Umland ebenfalls in absehbarer Zeit starten. „Nur Kordel wird wohl definitiv nicht aufmachen“, sagte Garbes. Auch das Schwimmbad in Leiwen werde wohl zubleiben. Das Freibad in Schweich soll dagegen öffnen.

Am Freitag ist das nächste Treffen der Bäderverantwortlichen in und um Trier stattfinden. Weitere Details sollen dann besprochen werden. „Es wäre schon wünschenswert, wenn auch die anderen Bäder alle öffnen, sonst wächst der Druck auf die Trierer Freibäder, was die Sache noch schwieriger machen würde für uns“, betonte Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe in der Stadtratssitzung.