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Trierer Hindenburgstraße: Noch bis Sonntag, 22. November, sind Vorschläge möglich

Hindenburgstraße : Vergissmeinnicht bis Astrid Lindgren: Namensvorschläge noch bis Sonntag möglich

Friedrich-Engels-Allee, Hans-Dietrich-Genscher-Straße oder doch lieber der Passierschein-A38-Weg? Mehr als 170 Ideen für die Umbenennung des Trierer Straßenabschnitts liegen mittlerweile vor.

Wie soll die Trierer Hindenburgstraße künftig heißen? Noch bis Sonntag, 22. November, können Trierer Bürger dazu Vorschläge bei der Stadtverwaltung einreichen. Unter www.trier-mitgestalten.de können Namensideen samt Begründung gemacht werden.

Der TV hatte am Samstag über die bis dato rund 100 bereits eingereichten Umbenennungsvorschläge für den Abschnitt zwischen Kaiserstraße und Viehmarktplatz berichtet. Seitdem sind mehr als 70 weitere potenzielle Namen dazugekommen – von der Hans-Dietrich-Genscher-Straße über die Astrid-Lindgren-Straße bis zur Friedrich-Engels-Allee. Auch Ideen ohne ein reales Vorbild sind dabei, etwa „138 m. ü. NHN“. „Trier liegt 138 Meter über dem Meeresspiegel - dem Normalhöhennull (NHN). Ist mal was anderes, als berühmte Persönlichkeiten“, begründet der Einreicher seinen kryptischen Vorschlag.

Die „Vergissmeinnichtstraße“ wirkt auf den ersten Blick chancenlos. Beim zweiten Lesen entfaltet dieser Vorschlag allerdings im Zusammenhang mit dem geschichtsträchtigen Ort, an dem in den 1950er Jahren die neue Synagoge gebaut wurde, eine gewisse poetische Kraft.

Humorbegabte könnten sich dagegen vielleicht für den Namen „Passierschein–A38-Straße“ erwärmen – eine Anspielung auf den Asterix-und-Obelix-Comic, in dem die beiden gallischen Helden sich durch den Behördendschungel Roms schlagen. Das Trierer Rathaus läge immerhin direkt an der Passierschein-A38-Straße.

Dass die Hindenburgstraße umgenannt werden soll, hatte der Trierer Stadtrat nach jahrelangen Diskussionen, ob Reichspräsident Paul von Hindenburg weiterhin durch eine nach ihm benannte Straße geehrt werden soll, im Juli 2020 beschlossen. Der Ortsbeirat Mitte-Gartenfeld hatte vorgeschlagen, dass an der Namenssuche die Trierer Bürger beteiligt werden sollen. Der Ortsbeirat will Anfang Dezember seinen Favoriten auswählen, der Stadtrat muss anschließend zustimmen.