Trierer Hochschulen landesweit auf Platz 1

Bildung : Mehr Studienanfänger: Trierer Hochschulen landesweit auf Platz 1

Aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes zum Start des Wintersemsters belegen: In Rheinland-Pfalz liegen Universität und Hochschule vorn.

123 800 junge Menschen studieren derzeit an einer der 22 rheinland-pfälzischen Hochschulen. Nach Angaben der Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind das fast 800 mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist die Zahl der Studierenden zwar um fast 17 000 gestiegen. Die Dynamik des Zuwachses hat allerdings abgenommen. Die Zahl der Studienanfänger im Vergleich zum Vorjahr ist sogar leicht zurückgegangen (minus 28).

Besonders die beiden Trierer Hochschulen stemmen sich nach Angaben der Statistiker gegen diesen Trend. So haben an der Universität Trier 182 junge Menschen mehr mit dem Studium begonnen als im Wintersemester 2017/2018. Vor allem der enorme Zustrom im Fach Psychologie hat dazu beigetragen. An der Hochschule Trier ist die Zahl der Studienanfänger um 81 gestiegen. Etwa in diesem Umfang zurückgegangen sind die Zahlen in den Universitäten Koblenz-Landau und Mainz sowie in den Hochschulen Mainz und Kaiserslautern. Die Hochschule Koblenz liegt mit minus 110 Studienanfängern auf dem letzten Platz der Statistik.

Die aktuelle Analyse des Statistischen Landesamtes enthält weitere interessante Erkenntnisse: So nimmt die Zahl der Studienanfänger aus dem Ausland weiter kontinuierlich zu. 3300 der 17 200 frisch immatrikulierten Frauen und Männer besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das ist eine Folge der zunehmenden Internationalisierung der Hochschulen, die auch für Trier zutrifft. Der Frauenanteil unter allen Studierenden steigt langsam aber stetig. Aktuell liegt er bei knapp 52 Prozent.

Deutliche geschlechterspezifische Unterschiede gibt es bei der Wahl des Studienfachs. Während sich junge Frauen am häufigsten in Studiengänge einer wirtschafts-, sozial- oder rechtswissenschaftlichen Fächergruppe neu einschrieben (46 Prozent der Frauen), wählten die meisten jungen Männer ein ingenieurwissenschaftliches, naturwissenschaftliches oder mathematisches Studium (49 Prozent der Männer).

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