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Trierer Jugendparlament Jupa: Jugendliche wollen mehr Hygiene

Bildung : Jugendliche wollen mehr Hygiene

Das Trierer Jugendparlament (Jupa) begrüßt die schrittweise Wiederöffnung der Schulen nach den Schließungen in der Corona-Krise.

Die Jugendvertretung sieht aber auch noch einige Probleme: Die Abstandsregeln könnten bei einer größeren Zahl von Schülern nur schwer eingehalten werden, meinen Vertreter des Jupa.

Die Schulen könnten insbesondere mehr für die Hygiene tun, betont das Jupa in seiner Stellungnahme und führt als Beleg die Erlebnisse der Schülerin Diana an: „An meiner Schule könnten zum Beispiel die Türen im Flur geöffnet werden, sodass wir diese nicht alle anfassen müssen. Seife und Desinfektionsmittel stehen nicht in jeder Klasse zur Verfügung. Die Waschbecken dürfen wir ohnehin nicht benutzen. Das finde ich nicht gut. Außerdem dürfen wir nur einzeln auf eine der Lerngruppe zugewiesene Toilette.“

Beim Homeschooling mache vielen Jugendlichen die Ungewissheit zu schaffen, wie es weitergeht, aber auch die eingeschränkte Kommunikation mit den Lehrern, das eigenständige Erarbeiten von Lerninhalten und die vielen Hausaufgaben, erklärt das Jupa in seinem Schreiben weiter.

Der Übergang zwischen Freizeit und Schule sei oft eine weitere große Herausforderung. So berichtet Schülerin Meike: „Mir wurden Aufgaben oft spät abends geschickt, die ich zu spät gesehen habe, und an Feiertagen gab es auch Sachen zu erledigen, die abgegeben werden mussten.“

Auf der anderen Seite gebe es Jugendliche, die das Homeschooling genießen würden und denen dies besser gefalle, da sie sich in der Schule nicht wohlfühlen oder sich auch zu Hause gut konzentrieren könnten und so mit der Situation gut klarkämen.

Der Fernunterricht habe gezeigt, dass die Digitalisierung vorangetrieben werden müsse: „Diese Zeit kann als Chance dienen, zu erfahren, wie digitales Lernen funktionieren kann und welche Schwierigkeiten es mit sich bringt. Wichtig wäre, die Erfahrungen kritisch zu hinterfragen, um funktionierende digitale Konzepte zu entwickeln, die auch nach der Corona- Zeit Bestand haben.“

Das Jugendparlament möchte sich an der Diskussion über digitale Arbeitsmethoden beteiligen und ermutigt Jugendliche, ihm Beispiele per E-Mail zu schicken:
vorstand@trierer-jugendparlament.de