Trierer Professor führt Wissenschafts-Vereinigung

Trierer Professor führt Wissenschafts-Vereinigung

Trier (red) Die Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft hat Professor Manuel Fröhlich von der Universität Trier zum Vorsitzenden gewählt. Damit folgt Manuel Fröhlich beinahe einer Trierer Tradition.

Die Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP) hat erkennbare Wurzeln in Trier. Renommierte Politikwissenschaftler wie Werner Link, Peter Haungs oder Adolf Kimmel lehrten an der Universität Trier und prägten maßgeblich die DGfP seit ihrer Gründung 1983. Nun setzt der Verein auch sein Vertrauen in den Politikwissenschaftler Manuel Fröhlich. Die Mitglieder wählten ihn kürzlich auf ihrer Jahresversammlung in Tutzing zum Vorsitzenden.
Die DGfP umfasst etwa 200 Mitglieder aus Deutschland, die laut Satzung wissenschaftlich tätig und durch herausragende politikwissenschaftliche Leistungen ausgewiesen sind. Die Gesellschaft strebt die "Förderung der Politikwissenschaft in Forschung und akademischer Lehre" an. Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bemühen, die Teildisziplinen der Politikwissenschaft von der politischen Theorie über die Regierungslehre bis hin zur internationalen Politik miteinander ins Gespräch zu bringen.
Fröhlich hält eine integrative Arbeitsweise aller politikwissenschaftlichen Teildisziplinen für unabdingbar: "Gerade in politisch turbulenten Zeiten ist es wichtig, einen gemeinsamen Kern an Fragestellungen und Orientierungswissen bereitzustellen." Der Trierer Politikwissenschaftler, der auch Mitherausgeber der "Zeitschrift für Politikwissenschaft" ist, hat zu diesen Themen jüngst ein Schwerpunktheft unter dem Titel "Quo vadis, deutsche Politikwissenschaft" herausgegeben.
Im Zentrum der Arbeit der Gesellschaft stehen die Jahrestagungen, die sich einem Oberthema widmen, das dann jeweils aus den Perspektiven der Teildisziplinen behandelt wird.
Auf dem Campus der Universität Trier zählt der 44-jährige Professor noch zu den neueren Gesichtern. Ende 2015 hat Manuel Fröhlich nach Stationen in Mainz, Kiel und Jena den Ruf auf den Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Außenpolitik an der Universität Trier angenommen.