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Trierer Schüler auf dem Weg zur Mathe-WM nach Südafrika

Trierer Schüler auf dem Weg zur Mathe-WM nach Südafrika

Sechs Jugendliche werden bei der Mathematik-Weltmeisterschaft in Südafrika für Deutschland um die Medaillen kämpfen. Einer von ihnen kommt vielleicht aus Trier: Pascal Hein hat sich unter die letzten 16 der bundesweiten Auswahlrunde vorgerechnet.

Trier. Mit Mathematik ist das so eine Sache: Entweder liegt es einem oder eben nicht. Pascal Hein aus Trier liegt es definitiv. Der 16-jährige Gymnasiast hat nun die große Chance, Deutschland vom 3. bis 13. Juli bei der Mathematik-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Kapstadt zu vertreten. Nach den Niederlanden, Argentinien und Kolumbien wird der Wettbewerb in diesem Jahr in Südafrika ausgetragen. Fünf Klausuren hat der Schüler des Trierer Auguste-Viktoria-Gymnasiums in der deutschen Ausscheidungsrunde noch vor der Brust und neben sich 15 weitere hoch motivierte Jugendliche, die ebenfalls gerne das ersehnte Ticket gen Süden lösen wollen. Unter die letzten 16 hat der junge Mann aus Trier-Feyen es schon geschafft.

Doch die letzte Auswahlrunde hat es in sich. In fünf Lehrgängen müssen die Jugendlichen aus der ganzen Bundesrepublik sieben Klausuren schreiben. Auf dieser Basis wird eine Rangfolge erstellt. Die besten Sechs fahren zur WM nach Südafrika.

Nach dem ersten Lehrgang, Mitte Februar in Rostock, rangiert Pascal derzeit auf Platz sechs. Das würde reichen. "Ich habe Chancen, aber die Konkurrenz schläft nicht", schätzt Pascal Hein seine Situation ein. "Aber derzeit sieht es gar nicht mal schlecht aus", fügt er bescheiden hinzu. Dabei hat der Schüler bereits fünf knifflige Auswahlrunden überstanden.

Über den Trierer und den rheinland-pfälzischen Ausscheid führte sein Weg in die erste Auswahlrunde auf Bundesebene, zusammen mit 79 weiteren Nachwuchstalenten. Der Großteil der jungen Menschen musste nach den Prüfungen jedoch die Segel streichen.

Aus dem Feld der verbliebenen 16 wird nun der sechsköpfige WM-Kader hervorgehen, der die deutschen Farben in Südafrika vertreten darf. "Es wäre schön, wenn es klappen würde", kommentiert er. "Jetzt, da ich schon so weit gekommen bin."

Neben der Mathematik hat der 16-Jährige auch genug anderes im Sinn. Derzeit besucht Pascal die zwölfte Klasse des Auguste-Viktoria-Gymnasiums in Trier. Seine Leistungskurse sind, wie könnte es anders sein, Mathematik, Physik und Englisch. In Zukunft soll es für ihn beruflich in Richtung Informatik gehen. Seit drei Semestern absolviert Pascal bereits ein Informatik-Frühstudium an der Universität Trier.

In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich Volleyball und Schach. Bei Gelegenheit steigt er auch gerne mal aufs Snowboard.

Für den begabten Trierer ist es das erste Mal, dass er im Bundesausscheid steht. Auf Rheinland-Pfalz-Ebene hat er bereits einige Erfolge zu Buche stehen und zahlreiche Preise eingeheimst. Doch die Konkurrenz ist groß. Gleich drei Mitglieder des erfolgreichen WM-Teams des vergangenen Jahres sind noch im Rennen.
Bei der Mathe-WM 2013 in Kolumbien konnten die Drei mit jeweils einer Medaille im Gepäck den Rückflug antreten. Insgesamt holte die deutsche Delegation sechs Medaillen, darunter zwei silberne und vier bronzene.
Doch Pascal Hein muss sich nach seinen bisherigen Leistungen nicht verstecken und ist, auf Platz sechs stehend, nun der Gejagte im Kampf um die begehrten Plätze im Flieger Richtung Kap der guten der Hoffnung.
Vom 17. bis 24. Mai fällt am renommierten Mathematischen Forschungsinstitut (MFO) im baden-württembergischen Oberwolfach die Entscheidung, welche sechs Jugendlichen Deutschland bei der Weltmeisterschaft vertreten werden.