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Trierer Schüler sichern sich beim Solarboot-Cup den Pokal

Trierer Schüler sichern sich beim Solarboot-Cup den Pokal

Beim Solarboot-Cup der Martin-Görlitz-Stiftung haben fast 50 Teams, meist von Schulen aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg, in Koblenz ihre selbst gebauten Solarboote gegeneinander antreten lassen. Dabei waren die Trie-rer Schüler erfolgreich.


Trier. Ein Jahr lang haben die Jungtechniker des Trierer Max-Planck-Gymnasiums (MPG) an ihrem Modellboot getüftelt, um es beim Solarboot-Cup 2012 der Koblenzer Martin-Görlitz-Stiftung ins Wasser zu bringen. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft analysierten sie monatelang die Effektivität von Solarzellen und den Einsatz diverser Antriebstechniken mit dem Ziel, eine möglichst große Nutzlast auf dem Wasser zu transportieren. Die Statuten des Wettbewerbes machen die Auflage, dass nur die Kraft der Sonne als Antriebsenergie genutzt werden darf.
Jahrelange Erfahrung


Die MPGler strebten eine Zuladung von 80 Kilogramm an. Ein weiteres Solarboot der Schule ging mit einem Doppelrumpf, aber ohne Nutzlast an den Start.
Die Regatta fand auf dem Moselstausee in Koblenz statt. "Am Wettbewerbstag hatte der Fluss einen kritischen Wellengang, so dass wir am Start die Nutzlast um 20 Kilo reduzieren mussten. Bei unseren Testläufen mit 80 Kilo Nutzlast auf dem Wasserband des LGS-Geländes in Trier erlebten wir eine weitaus ruhigere Wasseroberfläche", erzählte Schüler Nicolas Göbel aus Föhren. Er und seine Mitschüler Markus Hegner, Simon Ames, Matthias Mai, Julian Lehnart und Florian Kliem engagieren sich schon ein paar Jahre in der AG und haben in dieser Zeit einige Erfahrungen bei den jährlich stattfindenden Regatten sammeln können.
Aber auch die 60 Kilo Nutzlast des Einrumpfbootes Undertaker reichte letztlich, um mit enormem Vorsprung den Pokal des Sonderpreises für die größte Nutzlast in den Händen zu halten!
"Mit ihrer Strategie, beim Wettbewerb auf die Nutzlast zu setzen, gingen die Schüler einen exotischen, aber dennoch erfolgreichen Weg", so Dr. Holger Kunz, der die Jungs in der Solar-Boot AG am Max-Planck-Gymnasium zusammen mit Thorsten Bach fachlich begleitet. "Die Schüler haben sich selbst die Strategie und Umsetzung erarbeitet und somit den Preis verdient", so der Physiklehrer.

Die Martin-Görlitz-Stiftung fördert Projekte im Bereich rationeller und zeitgemäßer Energieerzeugung und -nutzung, der Entwicklung und Einführung umweltfreundlicher Technologien sowie der Bildung mit Schwerpunkt Energie- und Umweltfragen. red
Weitere Informationen im Internet unter www.solarbootcup.de