Trierer Studenten auf diplomatischer Mission in Fernost

Trierer Studenten auf diplomatischer Mission in Fernost

Völkerverständigung und Diplomatie im Realversuch: 17 Studenten der Universität Trier nehmen momentan an einer Simulation in Singapur teil, in der die Arbeit der Vereinten Nationen (UN) nachgestellt wird. Unter Leitung der amerikanischen Harvard-Universität schlüpfen mehr als 2000 Delegierte aus aller Welt in die Rolle von UN-Repräsentanten.

Trier. Es ist ein Experiment von gigantischem Ausmaß: 2400 Menschen aus 60 Nationen tagen in dieser Woche an der Universität des asiatischen Stadtstaats Singapur, um die Arbeit der Vereinten Nationen zu simulieren. Von Vollversammlung bis Sicherheitsrat wird die Organisation der UN im Rahmen des Projekts "World Model United Nations" (WorldMUN) unter Aufsicht der Harvard-Universität realistisch nachgestellt.

Monatelange Vorbereitung



Mit dabei im 10 000 Kilometer entfernten Singapur sind auch 17 Studierende der Universität Trier. Die Reise nach Südostasien ist für sie der Höhepunkt monatelanger Arbeit in Form von Seminaren und vorbereitenden Konferenzen. Finanziell unterstützt wurden die Studierenden dabei vom Förderverein "Freundeskreis Uni Trier" und der Nikolaus-Koch-Stiftung.

Die Trierer Delegation vertritt in der Simulation die Entwicklungsländer Barbados und Angola. Für die Studierenden ist es dabei besonders wichtig, sich authentisch in die Position des zugeteilten Landes hineinzuversetzen. Schließlich sollen sie in der simulierten Vollversammlung und mehreren Ausschüssen die Interessen von Angola und Barbados glaubhaft vertreten und Unterstützer für eingebrachte Resolutionen finden.

Ein Ziel: Kontakte knüpfen



Eine Aufgabe, die wie im echten politischen Wettbewerb in Fragen von Sicherheit, Migration und Rohstoffhandel vor allem geschickte Rhetorik und Diplomatie erfordert. Zum Abschluss der Simulation werden Mitarbeiter der amerikanischen Harvard-Universität Delegationen mit herausragenden diplomatischen Leistungen auszeichnen.

Der 23-jährige Trierer Politikstudent Benjamin Schaller erhofft sich von WorldMUN eine Erfahrung fürs Leben: "Dieses Projekt verschafft einem die einmalige Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen und sich in die Handlungsweise fremder Länder und Kulturen hineinzuversetzen. Das kann kein noch so gutes Lehrbuch schaffen."

EXTRA TEILNEHMER



Zu der Trierer Delegation gehören: Andreas Kemmer, Anna Stobbe, Benjamin Schaller, Chris Höhne, Christian Kass, David Nebere, Julia Harrer, Lawreen Masekla, Malte Fraisl, Malte Niemitz, Martin Kumstel, Mareike Lieb, Nelly Bubenheim, Stefanie Blasi, Samir El Sauaf, Thomas Doroszewski und Tobias Gorges. maw

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