Nachfolgeregelung steht fest Papst stimmt zu: Trierer Weihbischof Gebert ist im Ruhestand

Rom/Trier · Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert ist seit dem Wochenende im Ruhestand. Papst Franziskus hat das Emeritierungsgesuch des 75-Jährigen angenommen. Derweil steht auch fest, wie sich der Trierer Bischof Stephan Ackermann in der Frage der Nachfolge Geberts entschieden hat.

 Franz Josef Gebert, bisher Weihbischof in Trier, ist jetzt im Ruhestand.

Franz Josef Gebert, bisher Weihbischof in Trier, ist jetzt im Ruhestand.

Foto: Julia Steinbrecht/KNA/Julia Steinbrecht

Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert hat am Wochenende seinen aktiven Dienst im Bistum Trier beendet und ist in den Ruhestand getreten. Wie das Bistum mitteilt, hat Papst Franziskus das Gesuch um Emeritierung (Ausscheiden aus dem aktiven Dienst) angenommen, das Weihbischof Gebert anlässlich der Vollendung seines 75. Lebensjahres am 21. Februar an den Heiligen Vater gerichtet hatte. Gebert war seit dem 3. September 2017 Weihbischof im Bistum Trier.

Bischof Stephan Ackermann dankte in einer ersten Reaktion auf die Entscheidung des Heiligen Vaters dem „Emeritus“ für seinen Dienst: „In einem Alter, in dem andere an den Ruhestand denken, hat Franz Josef Gebert sich 2017 noch einmal neu in eine sehr verantwortungsvolle Funktion nehmen lassen. In den vergangenen sechs Jahren hat er diese neue Rolle mit der ihm eigenen Gelassenheit, Freundlichkeit und Zugewandtheit wahrgenommen und dabei sein ‚Herzens-Thema‘ Caritas und diakonisches Engagement der Kirche beharrlich weiter stark gemacht.“ Die für das Jahr 2024 bereits vereinbarten gottesdienstlichen Verpflichtungen werde Gebert wahrnehmen, und sicher werde der Ruheständler „auch in Zukunft noch so manches Mal für bischöfliche Dienste einspringen“, so der Bischof mit einem Augenzwinkern. Gebert gibt mit der Emeritierung auch das Amt des Domdechanten und des stellvertretenden Generalvikars ab.

Nachfolgeregelung geklärt

Ackermann gab gleichzeitig bekannt, dass er den Heiligen Vater nicht um die Ernennung eines neuen Weihbischofs gebeten habe: „Mit den Weihbischöfen Brahm und Peters stehen mir zwei erfahrene und äußerst gut ins Bistum hinein vernetzte Mitbrüder zur Seite. Deshalb halte ich es angesichts der deutlich zurückgehenden personellen Ressourcen sowie der aktuellen Entwicklungen in unserem Bistum für richtig, bis auf weiteres keinen dritten Weihbischof für unsere Diözese zu erbitten.“ Die Aufgaben des Bischofsvikars für den Visitationsbezirk Saarbrücken werde Generalvikar Ulrich von Plettenberg übernehmen.

Die offizielle Verabschiedung von Weihbischof Gebert in den Ruhestand findet in der Vesper zum Abschluss der Heilig-Rock-Tage am Sonntag, 21. April, um 18 Uhr im Trierer Dom statt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort