Trierer wollen keine zusätzliche Bürde

Trierer wollen keine zusätzliche Bürde

Die City-Initiative Trier (CIT) spricht sich gegen die Fremdenverkehrsabgabe aus, die das Rathaus erheben will. Diese Belastung ist nach Einschätzung der Händler- und Gastronomengemeinschaft nicht aufzubringen.

Trier. Dem Handel, der Hotellerie und Gastronomie sowie dem Handwerk eine jährliche Summe von bis zu einer Million Euro für die Kultur- und Tourismusförderung abzuverlangen, sei eine zusätzliche Belastung, die nicht zu tragen sei, heißt es in einer CIT-Mitteilung. Zudem fehle es an einer transparenten Bemessungsgrundlage.
Überdies engagiere sich die CIT satzungsgemäß für den Erhalt und die Steigerung der Anziehungskraft Triers sowie der nachhaltigen Erhöhung der Besucherfrequenz. Das hohe Engagement der über 170 Mitgliedsbetriebe würde durch die Fremdenverkehrsabgabe mit einer zusätzlichen finanziellen Bürde bestraft.
Outlet-Center öffnet oft sonntags


Außerdem stellt die City-Initiative in anderen Regionen eine deutliche Aufweichung der Vorgaben des Ladenöffnungsgesetzes Rheinland-Pfalz fest, während in Trier nach diesen Vorgaben agiert wird. Insbesondere das in Zweibrücken ansässige "The Style Outlets" ziehe mit einer gesteigerten Anzahl verkaufsoffener Sonntage Kaufkraft aus der Region ab. Nach Recherchen der CIT plant das Outlet-Center für 2013 insgesamt 15 verkaufsoffene Sonntage oder "spezielle Termine". Zugelassen sind nach Paragraf 10 des Ladenöffnungsgesetzes nur vier Sonntage. Der als Argument aufgeführte Flughafen und die damit einhergehende Versorgung der Fluggäste mit einem ergänzenden Sortiment allein könne solche Ausweitungen nicht rechtfertigen, zumal das Outlet-Center mit massiven Werbekampagnen ganz gezielt auf Trier und die Region zielt. Die City-Initiative hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer gebeten, sich dieser Thematik anzunehmen. rm.

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