Triers ältester Kleingärtner liebte schon als Kind die Natur
Trier-Feyen/Weismark · Robert Odenbreit ist 91 Jahre alt und arbeitet täglich in seinem Kleingarten. Dafür hat er eine Auszeichnung des Stadtverbands der Kleingärtner Trier erhalten. Für die Natur interessierte sich der Geehrte schon als Kind.
Trier-Feyen/Weismark. Der älteste Kleingärtner Triers, Robert Odenbreit, ist mit einer Urkunde des Landesverbands Rheinland-Pfalz und des Kleingärtnervereins sowie einer Verdienstnadel ausgezeichnet worden. Diese Anerkennung verliehen Willi Eichhorn, Geschäftsführer des Stadtverbands der Kleingärtner Trier, und Georg Bernarding, Vorsitzender des Stadtverbands, dem 91-Jährigen. Gut aufgelegt und mit einem Scherz auf den Lippen nahm Odenbreit die Ehrung entgegen: "Bei der Rente kann man das nicht anrechnen, oder?" Chef-Kleingärtner Willi Eichhorn ist stolz auf Odenbreit: "Mit 91 Jahren ist kaum jemand noch so aktiv, das ist schon etwas besonders."
Vergangenes Jahr wurde irrtümlich Hans Ahnen zum ältesten Kleingärtner Triers gekürt. In Trier gibt es 1200 Kleingärtner, die der Stadtverband ehrenamtlich organisiert. "Wir haben einfach übersehen, dass Robert Odenbreit noch ein halbes Jahr älter ist", entschuldigte sich Willi Eichhorn für den Fauxpas.
Seit 51 Jahren ist Robert Odenbreit schon Kleingärtner in Trier. In der Kleingartenanlage Härenwies auf der Weismark in Trier-Feyen pflanzt er aber erst seit 1966 sein eigenes Gemüse und Obst an. "Außer Tabakpflanzen ist alles da", scherzt Odenbreit und erzählt von seinem Salat, seinen Erbsen, Äpfeln, Kirschen und Trauben.
Eigentlich sei er schon immer Gärtner gewesen, schon von Kindesbeinen an habe er seiner Mutter bei der Gartenarbeit geholfen. Sie hatte sich verletzt und konnte deshalb den Haushalt nicht alleine führen.
Odenbreit arbeitet täglich in seinem Kleingarten und genießt die Vielseitigkeit, Ruhe und Einsamkeit. "Zu sehen, wie alles gedeiht und das Ernten, das macht mir am meisten Spaß." Seine beiden Töchter und sein Sohn, der selber Kleingärtner ist, helfen ihm gerne.
Auch mit seinen Nachbarn versteht er sich gut, sagt Odenbreit und wirkt dabei, vermutlich auch durch die viele frische Luft, fit und lebensfroh. jusc