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Triers Ampelblitzer gehen in Betrieb

Verkehr : Triers Ampelblitzer werden scharf geschaltet - bald drohen Bußgelder

Nach langer Vorbereitungszeit und einem Unfall mit Totalschaden werden Rotlicht-Sünder nun in Trier geblitzt. Ab wann sie auch zur Kasse gebeten werden:

Für Rotlicht-Sünder wird es langsam eng: Nach der erfolgreichen Eichung der ersten drei Messstandorte für Ampelblitzer beginnt das städtische Ordnungsamt ab Donnerstag, 29. Juli, mit Testmessungen. Das hat die Stadt Trier mitgeteilt. An den Kreuzungen Wasserweg/Schöndorfer Straße, Martinsufer/Ausoniusstraße und Kaiserstraße/Hindenburgstraße werden Rotlichtverstöße dokumentiert. Die Messgeräte werden so geprüft.

Blitzer in Trier sind bisher im Testbetrieb

„Die betroffenen Personen werden noch nicht angeschrieben“, sagt ein Sprecher der Stadt. „Denn der Testbetrieb dient den Überwachungskräften sowie dem Personal der Bußgeldstelle dazu, sich mit den Arbeitsabläufen vertraut zu machen.

Nach einer guten Woche wird es dann teuer: Sofern der Testbetrieb reibungslos verläuft, wird an allen bis dahin geeichten Ampelblitzern ab Montag, 9. August, mit dem echten Messbetrieb begonnen. „Ab diesem Tag werden Rotlichtverstöße mit den entsprechenden Bußgeldern sanktioniert.“

Tempoverstöße erfassen die Blitzer noch nicht

Wer bei Grün zu schnell fährt, hat allerdings nichts zu befürchten. „Geschwindigkeitsverstöße werden nicht dokumentiert“, heißt es dazu vom Ordnungsamt. „Die Messanlagen liefern lediglich statistische Werte zur Zahl der gemessenen Fahrzeuge,  verteilt auf einzelne Geschwindigkeiten.“ Damit könne statistisch die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße ohne Erfassung von Fahrzeugdaten festgehalten und ausgewertet werden.

Doch dass zu schnelles Fahren an diesen Kreuzungen auf Dauer nicht bestraft wird, ist eher unwahrscheinlich. „Was die gleichzeitige Sanktionierung von Geschwindigkeitsverstößen neben den Rotlichtverstößen angeht, liegt bisher noch keine Rückmeldung der Aufsichtsbehörden vor“, lautet die Aussage dazu. Mit einer Antwort rechne das Ordnungsamt nicht vor dem Herbst.

Für Ampelblitzer gibt es in Trier sechs Standorte

Der Stadtrat hatte Ende vergangenen Jahres die Anschaffung von sechs Messsäulen beschlossen. Hierbei handelt es sich um Halterungen für die Ampelblitzer, die an verschiedenen Kreuzungen fest installiert werden. Messgeräte gibt es drei. Diese können zwischen den Standorten wechseln, ohne dass auf den ersten Blick ersichtlich wird, wo gerade kontrolliert wird und wo nicht. Dafür hat das Ordnungsamt extra ein eigenes Fahrzeug und zusätzliches Personal erhalten. 

Die Installation der ersten Säulen war von einem Unfall überschattet. Am Martinskloster hatte ein Autofahrer die neu aufgestellte Säule inklusive Kamera umgefahren und schwer beschädigt. Ein Versicherungsfall, wie sich inzwischen herausgestellt hat.