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Triers Eiszeit startet auf dem Kornmarkt (Fotos)

Triers Eiszeit startet auf dem Kornmarkt (Fotos)

Jetzt ist Trier bereit für den Winter: Seit diesem Wochenende können Jung und Alt wieder in der Sparkassen-Ice Arena auf dem Kornmarkt Schlittschuh laufen. Direkt zum Auftakt der siebten Saison trafen sich Jugendliche zum Eislaufen und Eishockey-Spieler zum Trainieren.

Trier. Mit hellen Stimmen und begleitet von Piano und Geige singt das Duo Goldklänge den Klassiker "Let it snow". Der geschäftige, triste Herbst verfliegt auf einmal und Weihnachtsstimmung macht sich breit. Ein kühler Wind weht einem um die Nase, es duftet nach Glühwein und eine spiegelglatte Eisfläche erstreckt sich auf dem Kornmarkt.

Seit diesem Wochenende wird das winterliche Trier zum siebten Mal durch die Sparkassen-Ice Arena (siehe Hintergrund) bereichert. Bis zum 12. Februar haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Chance, im Herzen Triers Schlittschuh zu laufen.

So sitzt ein kleines Mädchen auf einer orangefarbenen Eislaufhilfe und wird von seiner Mutter über die Fläche geschoben. Es lacht vor Freude und kann nicht genug bekommen.

Organisator Eric Naunheim ist stolz, dass viele Kinder in seiner Arena das Eislaufen gelernt haben. Einige von ihnen seien Spieler der Trierer Eishockey-Juniorenmannschaft geworden.
Und die Jungs vom Verein Freunde des Sports Trier e.V. zeigten den Eröffnungsgästen und Hobbyläufern mit Präzision und vollem Körpereinsatz, wie es geht.

"Eishockey ist ein cooler Sport. Wir trainieren zwei Mal die Woche auf der Eisanlage", erzählt Christopher (6) erschöpft vom Spiel. Sein Kollege Frederik (10) ergänzt: "Beim Eishockey kann ich mich richtig auspowern. Es ist nur ein komisches Gefühl, wenn so viele Leute zuschauen." Das sieht Oskar (10) genauso: "Für richtige Spiele ist die Anlage nur etwas klein." In ihrer Freizeit werden die drei Wintersportler öfters Gast auf dem Kornmarkt sein.
Ihr Trainer Falko Felten hat sich schon lange auf die Eröffnung der Ice Arena gefreut: "Es ist ein super Gefühl, auf diesem gigantischen Platz zu trainieren. Auch die Kinder lassen alles stehen und liegen, um im November endlich wieder aufs Eis zu können."

Peter Fröhlich (27) hat bereits seine Runden gedreht: "Ich bin erst seit März in Trier. Die Eisfläche ist ein schönes Angebot, gerade in Verbindung mit dem Weihnachtsmarkt. Seit drei Jahren bin ich nicht mehr auf Schlittschuhen gestanden. Doch dafür klappt das echt gut." Mit seinem Jagdhorn dreht der Konzertdramaturg des Theaters seine Runden und kündigt so symbolisch den Winter an.
Sina Grandjean aus Trier hat sich mit ihren Freundinnen auf dem Kornmarkt verabredet. Sie laufen zusammen über das Eis. "Die Eisfläche ist etwas Besonderes, da sie nur im Winter aufgebaut ist. Es macht Spaß, endlich wieder Schlittschuh zu fahren", sagt die 13-Jährige. Ihre Freundinnen Clara Pütz (13) und Julia Kruse (13) ergänzen: "Es sind viele Leute auf der Anlage und deswegen ist es etwas chaotisch. Doch auf dem Eis lässt es sich gut laufen." In der letzten Saison seien sie dreimal auf dem Kornmarkt Schlittschuh gefahren. Alle drei sind sich einig: Auch in diesem Jahr soll es nicht bei diesem einen Mal bleiben.

Hintergrund:
Wie kann eine Eisfläche bei Plusgraden existieren? Ganz einfach: Sie besteht mithilfe von Technik, die wie eine Tiefkühltruhe funktioniert: Auf einer ebenen, stabilen Fläche wird ein vernetztes Rohrsystem, die Kältedecke, installiert. Durch sie wird ein Kältemittel gepumpt, dem zuvor durch eine Maschine die Energie entzogen wurde. Je nach Witterung hat das Mittel eine Temperatur von minus acht bis minus 15 Grad. Über die kalten Rohre wird dann Wasser gespritzt, das sofort gefriert. Fertig ist die Eisfläche. "Unsere 375 Quadratmeter große Arena hat eine acht Zentimeter dicke Eisschicht. Sie ist tragfähig und verteilt gleichmäßig die Last. Das Kühlaggregat ist das energieeffizienteste, das momentan zu erwerben ist", erklärt Eric Naunheim. beh