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Triers neue Jungpolitiker haben Ideen für ihre Stadt

Kommunalpolitik : Triers neue Jungpolitiker haben Ideen für ihre Stadt

Dabei zeigt sich, welche Themen den Schülern tatsächlich unter den Nägeln brennen.

„Ich verbringe in der Schule und mit schulischen Aktivitäten mehr Zeit als zu Hause“, sagt Fiona Krenz. „Deswegen würde ich auch gerne mitreden“. Diesen Gedankengang haben wohl viele Jugendliche. Fiona hat jetzt tatsächlich die Möglichkeit, etwas zu ändern.

Ende letzten Jahres wurde die 13-Jährige zusammen mit 21 weiteren Teenagern von ihren Altersgenossen in das Trierer Jugendparlament gewählt. Nun ist die neue Generation von Parlamentariern offiziell im Amt.

Einer nach dem anderen wurden sie im großen Sitzungssaal des Trierer Rathauses aufgerufen. Bürgermeisterin Elvira Garbes vereidigte sie per Handschlag „auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten“.

Ihre Pflicht – das ist in den nächsten zwei Jahren nichts Geringeres als die politische Vertretung von Tausenden Trierer Schülerinnen und Schülern. Eine große Verantwortung, insbesondere da nach der letzten Legislaturperiode viele erfahrene Mitglieder altersbedingt ausscheiden mussten. So haben es insgesamt 15 Jugendliche zum ersten Mal in die Vertretung geschafft.

Zwei der Neulinge sind Meike Neuffer (14) und Gregor Cüppers (15). Als Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender werden sie von nun an die Sitzungen leiten. Im Wahlkampf haben sie mit 17 Mitbewerbern um die Plätze in ihrer Altersgruppe gerungen. Gewählt wird das „JuPa“ nämlich in zwei Gruppen. Elf Sitze stehen den Zehn- bis 13-Jährigen zu, weitere elf den 14 bis 17-Jährigen. Jetzt gilt es für alle, ihre Wahlkampf­themen tatsächlich anzupacken.

Meike und Gregor liegen vor allem die Ausstattung der Schulen und die Buspreise am Herz. Sie habe viele Freunde, die gerade so nicht weit genug entfernt wohnten, dass ihre Buskarten bezahlt werden, sagt Meike. Das könne wirklich zum Problem werden. In den Schulen selbst könne die neue iPad-Klasse des MPG als Vorbild dienen. Gregor bringt noch einen weiteren Punkt auf, der mit dem Schulbesuch zusammenhängt: „Was meiner Meinung nach vom ganzen Jugendparlament gewünscht wird, ist der Ausbau von Fahrradwegen“, sagt er. „Wenn keine Fahrradwege da sind, ist die Unfallgefahr natürlich sehr hoch. Das wollen wir verbessern.“

Viele neue Köpfe, viele neue Ideen – das sind die Aussichten für die nächsten beiden Jahre. Doch wie die Jugendlichen ihre Vorstellungen in konkrete Projekte gießen können, muss sich jetzt zeigen.

Fiona wird in dieser Zeit für das JuPa im städtischen Schulträgerausschuss daran mitarbeiten, dass die Digitalisierung nicht vor den Klassenräumen Halt macht.

„Ich hoffe, dass es da in meiner Legislaturperiode voran geht und dass ich mein Ziel erreichen kann“, sagt sie. „Zur Not kandidiere ich eben nochmal“.