Triers zweite Moselbrücke nimmt Gestalt an …
Hinter der gewaltigen Gerüstkonstruktion zeichnet sich Ende 1912 ab, was hier entsteht. Auf eine neue Moselbrücke haben die Trierer lange warten müssen.
Umstritten war vor allem der Standort, ehe die Palliener Dampf machten. In einer Bürgerversammlung im Juli 1910 drohten sie, sich ohne die Nordbrücke nicht eingemeinden zu lassen. Mit Erfolg. Zwei Monate später entschied sich der Stadtrat für den Standort zwischen Zurlauben und Pallien; die Südstadt erhielt statt der "Hohenzollernbrücke" eine Fährverbindung. Pallien wurde am 1. April 1912 Stadtteil. Den Zuschlag für den Brückenbau erhielt die Firma Dyckerhoff & Widmann KG (Wiesbaden-Biebrich). Sieger des Planungswettbewerbs war Professors Paul Meissner (Darmstadt).
Der Bau der 350 Meter langen und zwölf Meter breiten Eisenbetonkonstruktion, die mit Natursteinen verkleidet wurde, begann am 15. März 1912. Am 14. Oktober 1913 weihte Kaiser Wilhelm II. höchstselbst die nach ihm benannte Brücke ein. rm.