Trio für die Spitze

GUSTERATH. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Gusterath hat der Nachwuchs die Führung übernommen. Einst in der Jugendfeuerwehr in den Feuerwehrdienst eingestiegen, haben jetzt mit Andreas Forster, Andreas Renner und David Kochold drei junge Männer die Verantwortung übernommen.

Mit 22 Jahren ist Andreas Forster einer der jüngsten Wehrführer im Kreisgebiet. Die Ernennungsurkunde als Ehrenbeamter erhielt er aus den Händen von Bürgermeister Bernhard Busch. Seine Unterstützung - das ist ein Novum - findet er bei gleich zwei Stellvertretern. Andreas Renner (25) und David Kochold (24) wollen dem neuen "Chef" bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben helfen. "Die Wahl ist eine Lösung für eine gute Zukunft", sagte Bürgermeister Bernhard Busch in Anwesenheit der VG-Beigeordneten Günter Jakobs und Karl-Heinrich Ewald sowie von Ortsbürgermeister Günter Scherer. Einstimmig hatten die Feuerwehrkameraden in geheimer Wahl über ihren künftigen Wehrführer und seine Stellvertreter abgestimmt. Das wurde als ein gutes Zeichen gewertet. Es beweise, dass auch die älteren Feuerwehrkameraden mit ihrer Erfahrung hinter der Jugend stünden. Bürgermeister Busch: "Jede Feuerwehr braucht eine Führung, die einen guten Kontakt zur Mannschaft pflegt. Nicht allein die technischen Geräte und das Wissen sind entscheidend, sondern alles Mühen und Arbeiten wird von einer guten Kameradschaft getragen." Der bisherige Wehrführer, Wolfgang Heidrich, konnte am Wahlabend nicht anwesend sein. Er hatte das Amt nach 22 Jahren als Wehrführer in Gusterath auf eigenen Wunsch niedergelegt. Mit ihm legte auch Albert Maasen die Führungsaufgaben als Stellvertreter nieder. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ruwer, Josef Hartmann, attestierte beiden eine gute Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Heidrich und Maasen seien in der Zeit loyal und aufgeschlossen gewesen und hätten vieles für die Feuerwehr geleistet. Hartmann: "Deshalb ist ihr Entschluss, die Ämter niederzulegen, auf der einen Seite zu bedauern und auf der anderen aber auch zu akzeptieren." Auch Ortsbürgermeister Scherer dankte den scheidenden Führungskräften. Die Feuerwehr sei ein ganz notwendiges Bindeglied, damit es im Ort funktioniere. Der "wichtige Baustein im Gemeindeleben" sei immer zur Stelle, wenn er gebraucht würde und erhalte deshalb finanzielle Unterstützung.

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