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Trittenheimer Erlebnisstraße wird im Juli eingeweiht - Dorfplatz und Wasserspiel-Anlage in der Ortsmitte

Trittenheimer Erlebnisstraße wird im Juli eingeweiht - Dorfplatz und Wasserspiel-Anlage in der Ortsmitte

Die Umgestaltung der B 53 zur Erlebnisstraße ist in Trittenheim nach 20 Monaten Bauzeit bis auf einige Restarbeiten abgeschlossen. In der Ortsmitte werden demnächst noch zwei große Fässer und eine Sitzgruppe aufgestellt, ein Wasserspiel für Kinder wird gerade gebaut. Am 25. Juli feiert der Moselort die Fertigstellung mit einem großen Fest.

Trittenheim. Fast zwei Jahre leben die Trittenheimer nun schon auf einer Großbaustelle. Der Ausbau der B 53 zur Erlebnisstraße hat nicht nur an den Nerven gezerrt, viele Bewohner mussten auch finanzielle Einbußen hinnehmen. Vor allem Winzern, Gastronomen und Geschäftsleuten sind durch die Vollsperrung der Ortsdurchfahrtsstraße viele Kunden weggeblieben. Doch heute, wo der Ausbau in den letzten Zügen liegt, überwiegt das Positive.Feiern im Pavillon

Der neue Dorfplatz mit dem gelben Pavillon. Foto: (h_tl )


Das neue Erscheinungsbild der Moselgemeinde kommt gut an. "Mir gefallen besonders die schön bepflanzten Grünflächen an der Straße", sagt Marlene Melcher (77). Auf dem Weg zur Post schaut sie interessiert den Arbeitern zu, die gerade Pflastersteine für ein Wasserspiel vor der Tourist-Information verlegen. Koreanischer Basalt sei das, berichtet Fred Backes von der Firma Backes-Bau aus Stadtkyll (Eifel). Die in Tropfenform angelegte Anlage hat mehrere Rinnen. Kinder können später das Wasser in unterschiedliche Bassins leiten und in der Höhe regulieren, indem sie Staukeile betätigen. Das Wasser kommt aus einer Zisterne.
Gleich gegenüber, auf der anderen Seite der neuen "Erlebnisstraße", nimmt der Dorfplatz Formen an. Ein gelber Pavillon steht da hinter einem Platz, auf dem Platanen gepflanzt worden sind. Diese sollen später einmal ein natürliches Dach bilden. Die dazugehörigen Sitzbänke werden nach Auskunft von Ortsbürgermeister Franz-Josef Bollig bald aufgestellt. Nicht nur die Gemeinde soll den Pavillon nutzen können. Bollig kann sich gut vorstellen, dass dort Winzer Weinproben veranstalten. Auch private Feiern sollen möglich sein. Anschlüsse für Strom und Wasser sind vorhanden.
Der Gemeindechef hatte eigentlich damit gerechnet, dass der rund vier Millionen Euro teure Straßenausbau Ende vergangenen Jahres über die Bühne wäre. Doch der strenge Winter verhinderte dies. "Einige Arbeiten mussten in die frostfreie Zeit verschoben werden", sagt Bollig. Dennoch ist er mit dem Ablauf des Großprojekts zufrieden: "Im Großen und Ganzen verlief der Ausbau sehr harmonisch. Wir hatten Glück mit den Baufirmen, und das Wetter hat in der Hauptbauphase im vorletzten Winter gut mitgespielt. Es gab nur eine vierzehntägige Pause über Weihnachten und Neujahr."
Laut Bollig beteiligen sich die Grundstücksbesitzer mit einem wiederkehrenden Beitrag an den Kosten der Nebenflächen. Über einen Zeitraum von sechs Jahren erhebt die Gemeinde 1,50 Euro pro Quadratmeter Fläche. Ein 500 Quadratmeter großes Grundstück werde alles in allem mit rund 750 Euro belastet, berichtet der Ortsbürgermeister.
In den kommenden Wochen sollen noch einige Nebenflächen gestaltet werden. Unter anderem werden tonnenschwere Fässer als touristische Blickfänge am Ortseingang aus Richtung Klüsserath und am Dorfplatz aufgestellt. Sie sind so dimensioniert, dass Radfahrer auf dem moselseitigen Radweg hindurchfahren können. Gleichzeitig sollen dort Gäste-Infos angebracht werden. Der Torbogen am westlichen Ortseingang soll mit einem Willkommenstransparent bestückt werden. Vereine können dort ebenfalls Banner anbringen und für ihre Feste werben.
Am 15. Juli 2013 startete das Projekt Erlebnisstraße in Trittenheim, zwei Jahre danach, am 25. Juli 2015, will die Gemeinde sie mit einem Straßenfest offiziell in Betrieb nehmen. "Es wird ein schöner Erlebnistag für alle", verspricht Bollig, "bisher haben zwanzig Gewerbetreibende ihre Mitwirkung zugesagt."