Trittenheimer, willkommen daheim!

Trittenheimer, willkommen daheim!

Trittenheim hat sich für den Wechsel entschieden: Zum Jahresanfang ist die Moselgemeinde zurückgekehrt in den Landkreis Trier-Saarburg -, zu dem sie bis 1969 schon einmal gehört hat. Grund genug für den Trierischen Volksfreund, die neuen alten "Partner" einander noch einmal genauer vorzustellen.

Trier/Saarburg/Trittenheim. Als die Verbandsgemeinde (VG) Neumagen-Dhron im Zuge der Kommunalreform beschloss, sich bis 2012 aufzulösen, standen die Trittenheimer vor der Wahl: Bleiben wir im Landkreis Bernkastel-Wittlich oder wagen wir den Schritt über die Kreisgrenze? Sie haben sich für den Wechsel entschieden.
Seit dem 1. Januar gehört der Moselort nun offiziell zur VG Schweich im Landkreis Trier-Saarburg. Und die Neubürger sind im Kreis willkommen. Politik und Bevölkerung freuen sich über den Zuwachs. Doch was wissen Trittenheimer und Trier-Saarburger eigentlich voneinander? Was haben sie zu bieten? Der TV stellt die neuen "Partner" - auf humorvolle Art - einander etwas genauer vor.

Der Landkreis Trier-Saarburg:
Das heutige Gebiet des Landkreises gehörte bis 1794 größtenteils zum Kurfürstentum Trier und zur Grafschaft Luxemburg, war später von den Franzosen besetzt. Die Preußen bildeten 1816 die beiden Landkreise Trier und Saarburg, die am 7. Juni 1969 zum Landkreis Trier-Saarburg vereinigt wurden.
Dort leben aktuell 141 646 Menschen auf etwa 1100 Quadratkilometern. Zum Landkreis zählen vier Städte und - mit Trittenheim - 100 selbstständige Ortsgemeinden. Dort sind 6483 Unternehmen und 1850 Handwerksbetriebe ansässig. Erwerbstätige gibt es 41 361, davon arbeiten etwa 24 200 im Kreisgebiet. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 2,9 Prozent. Es gibt 18 kreiseigene Schulen, 48 Grundschulen, 74 Kitas und etwa 470 Musik- und Sportvereine mit insgesamt rund 68 000 Mitgliedern. In 154 Orten gibt es eine freiwillige Feuerwehr (4000 Aktive). Zwei Krankenhäuser stehen in Saarburg und Hermeskeil.
209 Tourismusbetriebe haben 2010 etwa 340 000 Gäste beherbergt, bei 1,22 Millionen Übernachtungen. Zu den Sehenswüdigkeiten des Kreises zählen die Igeler Säule, das Freilichtmuseum Roscheider Hof bei Konz und die Saarburger Burg. Sie ist auch Teil des Kreiswappens (Foto). Das rote Kreuz steht für das Kurfürstentum Trier, das silber-blaue Schild für Luxemburg.

Die Gemeinde Trittenheim:
Trittenheim liegt an einer eng en Schleife der Mittelmosel. Im Güterverzeichnis des Benediktinerklosters Prüm wurde der Ort 893 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aktuell leben dort 1024 Einwohner. Es gibt 35 Firmen und Handwerksbetriebe, 13 Vereine, eine Grundschule und eine Kindertagesstätte. Der Wein spielt in Trittenheim eine wichtige Rolle. 139 Winzer bewirtschaften eine Rebfläche von 236 Hektar. Die bekanntesten Weinlagen heißen Trittenheimer Apotheke und Trittenheimer Altärchen. Große Bedeutung hat auch der Tourismus. Es gibt sechs Hotels, zwölf Restaurants, neun Straußwirtschaften, 78 Pensionen und einen Campingplatz. Pro Jahr zählen sie etwa 65 000 Übernachtungen. Beliebteste Sehenswürdigkeiten: die Moselschleife, die spätbarocke Pfarrkirche, die Laurentiuskapelle in den Weinbergen, die Moselfährtürme und ein 3500 Jahre alter Hinkelstein. Das Ortswappen (Foto) zeigt einen goldenen Abtstab. Er steht für den Trittenheimer Johannes Trithemius (Extra links), im 15. Jahrhundert Abt des Klosters Sponheim im Kreis Bad Kreuznach. Das rote Balkenkreuz auf Silber ist das Wappen des Kurfürstentums Trier, das silberne "T" steht für Trittenheim.

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