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Trommeln für den Fairen Handel

Trommeln für den Fairen Handel

Seit zehn Jahren gibt es das Weltbürger-Frühstück in Trier. Das "Jubiläum" wurde am Samstag auf dem Kornmarkt begangen. 40 Gruppen nahmen daran teil und zeigten, wie sie sich an der Initiative beteiligen.

Trier. Es war weitaus mehr als nur ein "Frühstück", die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Weltbürger-Frühstücks auf dem Trie-rer Kornmarkt. Denn: Dem Auftakt am Samstagmorgen schloss sich ein Mittagessen an und schließlich der Nachmittagskaffee. Ziel des Ganzen:. Mit öffentlicher Präsentation mehr Leute auf den Geschmack des Fairen Handelns zu bringen. Also lag das Hauptaugenmerk bei den verwendeten Lebensmitteln für die Speisen auf Produkten aus fairem Handel und der Region.
OB in Obst aufgewogen

 Schauplatz Weltbürgerfrühstück: OB Wolfram Leibe (rechts) wird mit fair gehandelten Lebensmitteln aufgewogen. Ludwig Kuhn von Netzwerk Weltkirche bedient die Waage, Christine Cüppers moderiert. Foto: Johannes Mock
Schauplatz Weltbürgerfrühstück: OB Wolfram Leibe (rechts) wird mit fair gehandelten Lebensmitteln aufgewogen. Ludwig Kuhn von Netzwerk Weltkirche bedient die Waage, Christine Cüppers moderiert. Foto: Johannes Mock Foto: (h_st )


Andreas Sall (25) und Julia Hirt (24), Studierende in Trier, wollten "so lange gar nicht bleiben". Die leckeren exotischen Köstlichkeiten und auch der multikulturelle Touch der Veranstaltung ließ bei beiden den Blick auf die Uhr schnell in Vergessenheit geraten. Volles Programm auch beim Wetter: Fast alles wurde geboten, nur die Hagelkörner fehlten.
Annette Fehrholz, Regionalpromoterin für öko-soziale Beschaffung beim Mitveranstalter Lokale Agenda 21 Trier, hatte für ihren Infostand (einer von 40) an alles gedacht - bis auf Steine, damit ihre Infoblätter nicht wegfliegen konnten. Ein Besucher tröstete: "Besser Wind als Regen." Leere Limoflaschen taten es zum Beschweren dann auch. OB Wolfram Leibe ereilte das gleiche Schicksal wie vor Jahren seinen ebenfalls anwesenden Amtsvorgänger Klaus Jensen: Leibe wurde in fair gehandeltem Obst aufgewogen, dieses dann an die Besucher verkauft. Dass bei Leibe ein etwas höherer Erlös zusammenkommen konnte als damals, dürfte der Körpergröße von Wolfram Leibe geschuldet sein. Prominenter Gast: Ministerpräsidentin und Jensen-Gattin Malu Dreyer. Sie freute sich über den großen Erfolg der Initiative. Trier als eine der ersten Fairtrade-Städte könne sehr stolz auf das Erreichte sein. Sabine Mock und Ludwig Kuhn von den Weltbürger-Frühstück-Organisatoren Lokale Agenda 21 (Mock) und Netzwerk Weltkirche im Dekanat Trier übergaben dem OB eine Petition mit über 1150 Unterschriften und dem Wunsch, in den Bemühungen als Fairtrade-Stadt nicht nachzulassen. Christine Cüppers moderierte das informative Begleitprogramm, bei dem unter anderem auch wohlklingende Trommler zu hören und afrikanische Weber bei ihrem Kunsthandwerk zu bestaunen waren.