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Trotz Corona: Schweicher Verbandsgemeinderat plant für die Zukunft

Kommunalpolitik : Ungewöhnliche Hotelanlage für Leiwen?

Unterhalb des Panoramabades auf der Zummethöhe plant ein Investor ein Hotel, dessen Zimmer als kleine Häuschen über den Hang verteilt werden. Der Verbandsgemeinderat Schweich hat über die Umsetzung diskutiert.

Zur Beratung und Entscheidung standen zunächst einige Fortschreibungen des Flächennutzungsplans an. Die größte optische Auswirkung auf das Moseltal dürfte ein ungewöhnliches Hotelprojekt in Leiwen haben. Der Investor plant dort auf der Zummethöhe unterhalb des Panoramabades eine Anlage, deren Zimmer als kleine Einzelhäuser über den Hang verteilt werden sollen. Noch befindet sich dort eine geschotterte Brache. Der Leiwener Ortsbürgermeister Sascha Hermes dazu in der Sitzung: „Die Gemeinde Leiwen ist sehr an dem Projekt interessiert und hat bereits den Aufstellungsbeschluss für den erforderlichen Bebauungsplan gefasst. Wir bitten daher den Rat um eine entsprechende Flächennutzungsplanänderung.“

Im Grundsatz dafür waren alle Fraktionen, doch Wolfgang Sauer von der CDU-Fraktion meinte auch: „Eine sehr exponierte Lage. Es wird später zu prüfen sein, ob die weißen Häuschen dort mit der Moseltalschutzverordnung vereinbar sind.“ Auf jeden Fall sollte die Planung von Beginn an auf eine naturnahe Bebauung ausgerichtet werden.

Ortsbürgermeister Hermes wies darauf hin, dass man auf einer geschotterten Brache plane und „erst die Bebauung auch Grün und Natur auf diese Flächen bringen wird“. Kaspar Portz (FWG): „Das könnte gelingen, wenn man das Projekt richtig seiner Umgebung anpasst.“ Die Abstimmung für die Flächennutzungsplanänderung „Sondergebiet Beherbergung“ in Leiwen folgte einstimmig.

Gleiches galt bei den unproblematischen Planänderungen für eine „Solarfläche in Schleich“, Wohnbauflächen und einer Sonderbaufläche für großflächigen Einzelhandel in Schweich. Einstimmig vergeben wurden die Flachdachsanierung an der Grundschule Föhren mit Holzbau, Dachdeckerarbeiten und Gerüstbau in Höhe von rund 169 000 Euro an die Firma Holzbau Berens in Trier.

Die Hallenbeleuchtung in der Turnhalle Mehring muss erneuert werden. Allerdings können die dort installierten Quecksilberdampflampen wegen ihres Alters nicht einfach durch neue ausgetauscht werden – diese Ersatzteile sind nicht mehr erhältlich. Nun sollen dort hocheffiziente LED-Rasterleuchten verbaut werden, wobei die vorhandenen Deckenausschnitte soweit wie möglich genutzt werden sollten. Die reinen Baukosten sind mit rund 47 000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen rund 11 000 Euro Honorarkosten für die komplexe Umbauplanung. Den Zuschlag dazu erhielt auf einstimmigen Beschluss das Ingenieurbüro Koller aus Salmtal. Der Beleuchtungsaustausch, der auch eine neue, batteriegespeiste Notbeleuchtung nach neusten gesetzlichen Vorschriften umfasst, soll in den Sommerferien 2021 erfolgen. Ein zweiter Bericht folgt.