Bildung: Tschüss, Goodbye und auf Wiedersehen

Bildung : Tschüss, Goodbye und auf Wiedersehen

Die langjährige Gusterather Schulleiterin Rosemarie Ewen feiert Abschied mit der Schulgemeinschaft und vielen Gästen.

„Tschüss, Goodbye und auf Wiedersehen – wir waren die besten Schüler für Sie“, singen 189 Kinder der Grundschule St. Martin. Lautstark und mit ganzem Körpereinsatz singen sie für Rosemarie Ewen, die vor der Bühne des Gemeindehauses in einem hohen, blauen Sessel sitzt und gerührt der Darbietung lauscht. Es ist ihr großer Ehrentag.

Deswegen sind auch ihre drei Kinder aus London, München und Köln angereist. Und deren fünfköpfige Kinderschar belagert die Oma und verfolgt mit ihr gemeinsam das bunte und fröhliche Programm, das das Lehrerkollegium und die Schüler gemeinsam gestalten.

Die Bläsergruppe spielt „Freude schöner Götterfunken“, und das Lehrerkollegium singt „Niemals geht man so ganz“ von Trude Herr.

Auf selbstgestalteten Schildern, die die Pädagogen in ihren Händen halten, können Ewen und ihre Gäste „JOOTGEMACHT“ lesen. Auf rheinländische Art danken die Lehrer so ihrer Vorgesetzten für die gute Zusammenarbeit während der letzten 15 Jahre.

Die in Bonn geborene Pädagogin Ewen übernahm im Jahr 2004 die kommissarische Leitung der Grundschule Gusterath-Pluwig und 2005 die Schulleitung als Rektorin.

Während der Abschiedsfeier kommentiert Julia Koch, Schulrätin der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) den Entschluss der Rheinländerin, in Gusterath Verantwortung zu übernehmen, mit folgenden Worten: „Für uns Rheinland-Pfälzer war das eine gute Entscheidung.“ Und der Applaus der Gäste bestätigt die lobenden Worte der Schulrätin. Auch die Umgestaltung der Schule zu einer Ganztagsschule habe die scheidende Rektorin tatkräftig mitgestaltet. Dabei habe sich das Lehrerkollegium verdoppelt, stellt Koch fest.

Auch Stefan Metzdorf, Ortsvorsteher von Gusterath, und die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Ruwer, Stephanie Nickels, loben Ewens Einsatz für die Schule und überreichen Geschenke.

Zum Abschied singt auch der Chor der befreundeten Schöndorfer Grundschule Enterbach: „Alte Schule, altes Haus. Wir wünschen dir alles Gute, da hast du endlich deine Ruhe“, worüber viele der Gäste schmunzeln.

Nach 32 Dienstjahren und 15 Jahren als Schulleiterin endet der Tag mit einem Umtrunk vor dem Gemeindehaus.

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