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Türöffner zur künstlerischen Vielfalt

Türöffner zur künstlerischen Vielfalt

Die Kunst begleitet Konstantin Henkin, seit er sich erinnern kann. Sein Anliegen ist es, das eigene Wissen und die Fähigkeiten zu teilen. In seiner neuen Kunstschule in Pfalzel will Henkin Vielfalt, Möglichkeiten und Faszination der Kunst zeigen und vermitteln.

Trier-Pfalzel. "Bei den Kommunisten war nicht alles schlecht", sagt Konstantin Henkin und schmunzelt. Das Gute habe er, der gebürtige Ukrainer, seit seinem zehnten Lebensjahr erfahren dürfen. Täglich etwa drei Stunden Kunstunterricht in der Schule, das war für den begeisterten und begabten Jungen der Anfang seiner späteren Berufung. Kostenlos und sechs Jahre lang lernte Konstantin so neben jeder Menge Details aus der Kunstgeschichte auch vielfältige Techniken kennen.Mit dem Diplom in der Tasche und einigen zusätzlichen Weiterbildungen blieb Henkin dem Metier treu. Aber er wollte nicht nur vor sich hinmalen und Skulpturen schaffen. Seine Überzeugung lautet: "Wenn Gott dir ein Talent gegeben hat, dann sollst du es auch weitergeben." So beließ der 49-Jährige es nicht beim reinen Kunstschaffen, sondern qualifizierte sich zum Kunstlehrer.Schon seit einigen Jahren gibt Henkin Kurse an der Volkshochschule. Und seit einem Monat hat er nun eine eigene Kunstschule in Pfalzel. Glücksfall Trier

"Das ist ein idealer Raum, in dem die Beleuchtung stimmt und vor allem genügend Platz ist, meine Methodik umzusetzen." Kunst, sagt er, sei wie Schreiben. Da brauche man auch das ganze Alphabet und nicht nur wenige Buchstaben. Er gebe seinen Schülern von Grafik bis Skulptur, von Aquarell bis Seidenmalerei die unterschiedlichen Werkzeuge an die Hand und erläutere sie.Dass Henkin Stadtführungen für russische Touristen durch Trier anbietet, erwähnt der vor 20 Jahren in die Römerstadt emigrierte Allrounder eher am Rande. Trier, das betont er, sei ein echter Glücksfall für ihn, er fühle sich in der Stadt wohl, sei dankbar, dass es ihn ausgerechnet hierher verschlagen habe. kunstwerke-konstantin.de.