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Tuning- und Autoposer-Kontrollen in Trier

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten : Polizei setzt Tuning- und Autoposer-Kontrollen im Stadtgebiet Trier fort

Mit einer ersten Großkontrolle im Juli hat die Polizeiinspektion Trier eine eigene Einsatzkonzeption zur Bekämpfung illegaler Tuning- und Autoposeraktivitäten im Stadtgebiet Trier gestartet (der TV berichtete). In den vergangenen Wochen gab es weitere Kontrollen.

Wie die Polizei mitteilte, seien durch die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Trier seit dem Start der Konzeption mehr als 100 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen verschiedener Verstöße im Bereich illegaler Veränderungen an Kraftfahrzeugen sowie sozialschädlichen Posingverhaltens eingeleitet worden. Alleine bei einer vor wenigen Tagen durchgeführten Kontrolle fielen laut Polizeiangaben neun Fahrzeuge wegen illegalen Tunings auf. Hiervon seien drei PKW wegen zu hoher Geräuschwerte beanstandet worden. Neben entsprechend vom Fahrzeughalter getunten Fahrzeugen hätten einige Autoposer auch serienmäßige, hochmotorisierte Sportwagen genutzt. Am 13. August sei einer Streife der Polizeiinspektion Trier ein stark motorisierter Mercedes AMG aufgefallen, welcher immer wieder langsam fuhr, um anschließend lautstark zu beschleunigen.

Im vergangenen Monat sei den Beamten unter anderem auch der Fahrer eines Supersportwagens der Marke Lamborghini ins Netz gegangen. Dieser habe sein Fahrzeug ohne gültige Zulassung geführt. Wegen der zur Täuschung angebrachten, aktuell nicht auf das Fahrzeug ausgegebenen Kennzeichen sei nicht nur der Fahrzeugschlüssel einbehalten worden. Gegen den Fahrer sei außerdem ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet worden.

Auch für die kommenden Monate kündigt die Polizeiinspektion Trier neben täglichen Kontrollmaßnahmen durch die Streifenkräfte weitere Großkontrollen an. Hierbei arbeite die Polizei eng mit den zuständigen Zulassungs- und Führerscheinstellen zusammen, um in Fällen von wiederholten Verstößen effektive und nachhaltige Maßnahmen gegen die verantwortlichen Fahrzeugführer einleiten zu können. Diese reichen laut Polizei von einer empfindlichen Erhöhung der Bußgeldsätze bis zur Entziehung der Fahrerlaubnis und der Einziehung der Tatfahrzeuge. Daher der Appell der Polizei an alle Tuningfans: „better tune legal“!