1. Region
  2. Trier & Trierer Land

TV-Adventskalender: Meine Hilfe zählt

TV-Adventskalender: Meine Hilfe zählt

Im TV-Adventskalender stellen wir an jedem Tag ein Projekt von "Meine Hilfe zählt" vor und bitten um Spenden für diese oder eine andere Aktion. Heute den ehrenamtlichen Begleitdienst für schwangere Flüchtlinge.

Die Schwangerenberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. in Trier betreibt je eine Außenstelle in Saarburg und in Hermeskeil. Auch dort steigt die Zahl der Flüchtlinge. Darunter sind oft schwangere Frauen, teilweise alleine. In vielen Fällen sind ihnen die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten während der Schwangerschaft nicht bekannt. In der Beratungspraxis des SKF berichten Frauen, dass sie auf ihrer Flucht traumatischen Erlebnissen ausgesetzt waren. Es kommt auch vor, dass sie darüber gar nicht sprechen können, weil das Erlebte so grauenvoll war.

Insbesondere Schwangerschaft und Geburt sind Ereignisse, die die Frauen aus unterschiedlichen Gründen (zum Beispiel Vergewaltigungen, Verlust von Familienangehörigen auf der Flucht oder Tod eines Kindes) nochmals mit dem Erlebten konfrontieren. In dieser Situation alleine zu sein und noch nicht einmal die Möglichkeit zu haben sich sprachlich mitzuteilen und Ängste zu benennen, ist sowohl für die Schwangere als auch für das ungeborene Kind mit massiven gesundheitlichen Risiken verbunden. Hier wollen die ehrenamtlichen SKF-Patinnen weiterhelfen. Sie begleiten die Frauen zu Arztterminen, zu Beratungsterminen und bei Bedarf bei der Geburt und begleiten Mutter und Kind danach bis zu sechs Monate lang.

Um dieses Ehrenamt gut ausüben zu können, brauchen Paten Unterstützung. Diese wird in Form von Dolmetschern, Supervision, Schulung und Begleitung durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen sichergestellt. Insbesondere bei den sensiblen Untersuchungsterminen beim Frauenarzt ist die korrekte Übersetzung unverzichtbar.

Da die schwangeren Frauen häufig in kleineren Ortschaften im Umland von Trier untergebracht sind, können sie nur bedingt auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen, um Facharzttermine, Beratungstermine oder die Entbindungsklinik aufzusuchen. Es müssen also auch Fahrdienste eingerichtet werden und die Ehrenamtlichen können ihr "Patenkind" besuchen und dabei unterstützen, in dieser besonders belastenden Lebenssituation nicht zu vereinsamen. Nach der Geburt des Kindes kann die Patin Mutter und Kind weiter begleiten. Dann unterstützt die Patin bei der Versorgung des Kindes wie zum Beispiel der Zubereitung der Säuglingsnahrung oder zu den Untersuchungsterminen beim Kinderarzt. Dafür ist der Verein auf Spenden angewiesen. Für eine Patenschaft entstehen etwa 750 Euro Kosten.

Den ehrenamtlichen Begleitdienst findet ihr unter der Projektnummer 27068