TV -ECHO

Zum Bericht über den Widerstand des AStA gegen die geplanten Kürzungen des Landes bei den Zuschüssen für das Studentenwerk (TV vom 28. Januar): Ich wohne in einem Wohnheim des Studentenwerks Trier.

Die fairen Mieten hier tragen dazu bei, dass ich mir ein Studium erlauben kann. Was aber, wenn das Studentenwerk aufgrund gekürzter Zuschüsse die Mieten nicht mehr halten kann? Eine Mieterhöhung wäre für meinen schmalen Geldbeutel eine mittlere Katastrophe, vielleicht würde ich sie aber sogar überleben. Mein Haushalt für den Haushalt des Studentenwerks für den Haushalt des Landes... Bald würden die steigenden Haushaltsdefizite das Studentenwerk zwingen, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Gewinnwirtschaft mit den Wohnheimen ist nicht erlaubt. Was dann? Das Studentenwerk müsste seine Wohnheime verkaufen, und ich hätte die Wahl zwischen dem Schlafplatz unter der Brücke oder dem bei Mami zu Hause ­ ein Rückschritt. Das würde allerdings auch das Aus für mein Studium bedeuten. Schafft man so eine gebildete selbstständige Generation? Wenn das Land uns jetzt schon alles wegnimmt, wie sollen wir dem Land dann jemals etwas geben können? Jenni Werner wern3302@uni-trier.de 54295 Trier Im "Echo" veröffentlichen wir aktuelle Stellungnahmen unserer Leser zu TV-Artikeln. Sie sollten bis 16 Uhr in der Redaktion vorliegen und können maximal 30 Zeilen à 32 Anschläge lang sein. Name und Adresse bitte nicht vergessen. Fax 0651/7199-439 E-Mail: echo@volksfreund.de