TV-Kinderflohmarkt lockt Tausende Besucher an

Handel : TV-Kinderflohmarkt lockt Tausende Besucher an

Nach 13 Jahren ist der TV-Kinderflohmarkt noch immer ein Renner in der Region. Auch diesmal lief das Geschäft gut - und trotz der Hitze alles glatt. Früher zu beginnen war aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Vor der Adenauer-Brücke geht gar nichts mehr – und das am Sonntagmorgen! Etliche Anhänger sind zu sehen, Autos vollgepackt mit Spielsachen. Ah ja – es ist wieder TV-Kinderflohmarkt im Messepark!

Auf dem Gelände harren die kleinen und großen Verkäufer geduldig aus, manche schnappen frische Luft. Froh ist, wer sich schon einen guten Standplatz gesichert hat, vorzugsweise im Schatten. Der Aufbau läuft kurz anch 9 Uhr auf Hochtouren, gleichzeitig halten die Verkäufer schon nach den besten Schnäppchen Ausschau. Ein Junge deutet sehnsüchtig auf eine PS4-Konsole. „Nein nein, Daddy möchte das nicht!“, entgegnet die Mutter.

Chantal (10) steht vor etlichen ordentlich aufgereihten Kinderschuhen in diversen Größen. „Wir verkaufen auch Spielsachen und Anziehsachen“, sagt sie. Ihre Mutter Nadine Laux hat noch zwei weitere Kinder und erzählt: „Wir gehen jedes Jahr hierher, das lohnt sich wirklich. Chantal kann sich ein bisschen Taschengeld verdienen.“

Auch für Lara (12) ist der Flohmarktverdienst sehr nützlich. „Das Aufstehen lohnt sich!“, sagt sie. Denn vom Verdienst kann auch mal was Besonderes gekauft werden, zum Beispiel Markenschuhe. Umgehend stehen Interessenten für die Kinderkleidung der Familie bereit. „Je mehr Sie kaufen, desto günstiger wird es“, sagt Laras Mutter Nadine Dietrich aus Veldenz. „Wir haben auch Kartons zum Mitnehmen.“ Zwei Kinderhosen gehen für zehn Euro weg. Auf kleinere Flohmärkte der umliegenden Dörfer gehe sie auch, sagt Nadine Dietrich, „aber hier ist das Einzugsgebiet viel größer.“ Gut findet sie auch, dass keine Standgebühr erhoben wird. „Störend ist halt, dass erst ab neun Uhr Einlass ist“, kritisiert sie.

Auch Christian Schönhofen aus Trier, der seiner Frau noch Sachen bringt, fragt: „Wieso können wir erst um 9 Uhr rein und die Besucher sogar erst um elf Uhr? Flohmarkt ist doch immer früh!“

Organisator Thomas Schildtauer ist Projektmanager Verlagsmarketing beim Trierischen Volksfreund und  betreut den TV-Flohmarkt seit den Anfängen 2006. Er erklärt: „Der Messepark ist öffentlich zugängliches Gelände, und wir müssen uns an die Vorgaben der Stadt halten.“

Die erlaube unter Verweis auf das Sonn- und Feiertagsgesetz die Öffnung des Flohmarkts für Besucher erst ab 11 Uhr nach der morgendlichen Sonntagsmesse.  Das private Volksfreund-Gelände, auf dem der Flohmarkt früher stattfand und zeitiger begann,  ist wegen einer dort neu errichteten Halle nicht mehr groß genug für die Veranstaltung.

Um Punkt elf Uhr öffnen sich am Sonntagvormittag die Tore des Messeparks für Besucher, Tausende strömen auf das Gelände. Foto: Thomas Schildtauer

Rund 400 Aussteller seien im Messepark gewesen und Tausende Besucher, sagte Schildtauer. Hitzebedingte Gesundheitsprobleme habe es nicht gegeben, alles sei glatt gelaufen. Und der Stau am Morgen? Er sei entstanden, weil viele Aussteller vor 9 Uhr angereist seien, während das Gelände erst zu diesem Zeitpunkt geöffnet habe. „Es gäbe ihn nicht, wenn die Verkäufer erst für neun Uhr kommen würden“, sagt der Organisator. „Es kriegt ja jeder einen Standplatz, wir mussten noch niemanden wegschicken.“

Mehr von Volksfreund