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TV-Kolumnist Viez-Jupp spart dank Corona viel Geld

Kolumne Viez-Jupp : Geld sparen dank Corona

Felix, also „der Glückliche“, heißt eines meiner Patenkinder. Im Moment ist der Knabe alles andere als happy. Im Gegensatz zu mir. Denn er schaut in die Röhre, und ich spare jede Menge Knete. Der versprochene Besuch der Peter-und-Paul-Kirmes fällt aus, weil es die Messe (sonst immer von Christi Himmelfahrt bis Pfingstmontag auf dem Viehmarkt) diesmal nicht gibt.

Das sind für mich mindestens 50 Euro „Minderausgaben“. Dabei bin ich gar nicht geizig. Im Falle des Eintracht-Aufstiegs hätte ich so manche Runde für den Stammtisch geschmissen. Aber auch die kann ich mir verkneifen – leider.

„Sektchen“ für Bärbel auf dem Abendmarkt – entfällt, wie der Abendmarkt auf dem Viehmarkt selbst.

Auch rückwirkend betrachtet bin ich einsparungstechnisch so gut davon gekommen, wie Olaf Scholz (Sie wissen schon: der mit der Schwarzen Null) es sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte ausmalen können. Der Kelch von zwei verkaufsoffenen Sonntagen ist an mir vorübergegangen – Gelegenheiten, die Bärbel sonst zu schamlosen Shopping-Orgien genutzt hätte.

Man könnte meinen, Corona sei eine neue Freundin von mir. Falsch. Eine echte Freundin der Familie ist Liane aus Ehrang. Und die hat mich gebeten, doch mal über das zu schreiben, was ihr in Pandemie-Zeiten widerfährt:

„Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, kommen mir oft Menschen in Zweier- oder Dreiergruppen entgegen, die einfach stur nebeneinander weitermarschieren. Keiner geht mal ein wenig zur Seite oder nach hinten. Meist muss ich ausweichen und lande im Acker, im Gras, in der Moselböschung und auch schon mal unbeabsichtigt in Hundedreck. Kannst Du da nicht mal drüber schreiben, lieber Josef?“

Klar, kann ich. Also, liebe Leute. Spart doch auch, und zwar an Eurer Unachtsamkeit! Prost!