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TV-Kolumnist Viez-Jupp verabschiedet sich in den Ruhestand

Kolumne : Viez-Jupp und Ali Baba sagen Tschö

Liebe Leute, ich mach’s kurz: Dies hier ist meine Abschiedskolumne. Die Leute vom TV meinen, ich hätte jetzt lange genug rumgenervt und genölt. Sie wollten künftig mal ein jüngeres Semester ranlassen.

Da will ich nicht im Weg stehen, zumal es das Schicksal unterm Strich ja doch ganz gut mit mir meint. Ich muss ja zum Beispiel nicht „nach Saarbrücken“, wie meine Stammtischkumpels schon befürchteten. Mehr als 15 Jahre lang, genauer gesagt, seit Februar 2006, war es mein Job, „auf liebenswürdige Weise Alltagsbetrachtungen mit einem ironischen Augenzwinkern anzustellen“. Das mit der Liebenswürdigkeit ist mir nicht immer gelungen. Aber Gesprächsstoff habe ich zuverlässig geliefert. Das alles ist ab morgen Zeitung von gestern. Und nein, das sind keine Tränen. Die Brühe in meinen Augen kommt vom Zwiebelschneiden. Also, Bärbel hat geschnitten, und ich habe ihr interessiert dabei zugesehen. Was ich nun mache? Auf jeden Fall weiter maulen: Als Zaungast beim Eintracht-Training und den Heimspielen, über Bärbels Essen, als Fußgänger über Auto- und Radfahrer. Und über das Flickenteppich-Pflaster auf dem Porta-Vorplatz. Meine Nichte Vanessa meint, ich solle mich nicht so anstellen. Es gebe viel härtere Schicksale, zum Beispiel ihres. Ihr Lieblings-Dönerladen Ali Baba  am Hauptbahnhof hat dichtgemacht. Das sei schlimm. Dass ich nun keine Weisheiten mehr in aller Öffentlichkeit absondere, nicht. Na dann: Tschö & Prost!