Üben für den Ernstfall

Kordel. (red) Neun Feuerwehrangehörige aus der Verbandsgemeinde Trier-Land sind zu Atemschutz-Geräteträgern ausgebildet worden. Um für den Einsatz gewappnet zu sein, mussten sie sich einigen schwierigen Prüfungen stellen.

Um im Ernstfall zur Menschenrettung in verqualmten Gebäuden eingesetzt werden zu können, mussten die zumeist jungen Wehrleute insgesamt 35 Stunden Theorie und Praxis absolvieren. Im theoretischen Teil standen Themen wie Anatomie der Atmungsorgane, Chemie, Rechnen mit Druckangaben und Einsatzzeiten sowie Gerätekunde auf dem Plan. Im Praxisteil ging es mit Maske und Atemschutzgerät in den Wald rund um Kordel. Nach dem Besuch einer Atemschutz-Übungsanlage folgte die schriftliche Prüfung mit anschließender praktischer Abschlussübung. Die Wehrleute mussten den Keller der Kordeler Grundschule nach einer vermissten Person absuchen. Um die Übung realistischer zu gestalten, wurde die Sichtscheibe der Atemschutzmasken mit einer Folie abgedeckt. Durch Lärm und Gebrüll wurden die Prüflinge von den Ausbildern ständig auf einem hohen Stress-Niveau gehalten. In dieser Situation machen die Lehrgangsteilnehmer dann die Fehler, aus denen sie lernen sollen. Bernhard Klein (stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur) und Wehrleiter Peter Heinz übergaben die Lehrgangsbescheinigungen. Neun der 15 angetretenen Teilnehmern konnten sie zur erfolgreich abgeschlossenen Prüfung gratulieren. Vier bestanden die Tests nicht, zwei brachen den Lehrgang vorzeitig ab.