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Überblick und Transparenz statt mühseliger Kita-Platzsuche

Überblick und Transparenz statt mühseliger Kita-Platzsuche

Die Trierer SPD hat im Dezernatsausschuss mehr Informationen und bessere Transparenz bei der Kita-Platzvergabe gefordert. Bürgermeisterin Angelika Birk begrüßte den Antrag.

Trier. Die Trierer SPD ist mit ihrem Antrag, eine Online-Plattform mit Informationen zu den Kitas und zu freien Plätzen zu erstellen, im Dezernatsausschuss II auf offene Ohren gestoßen. Sowohl die Mitglieder der anderen Fraktionen als auch Bürgermeisterin Angelika Birk sehen die Notwendigkeit, Eltern die Suche nach einem Kindergartenplatz zu vereinfachen. "Die Informationen sind tatsächlich nicht ausreichend", sagte Birk.
Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen) wies auf ein weiteres Problem bei der Suche hin. "Es gibt viele Personen, die ihre Kinder in mehreren Institutionen anmelden", sagte Rüffer. Deshalb habe niemand einen Überblick über die genauen Anmeldezahlen. Sie schlägt eine priorisierte Anmeldung vor, die Klarheit aufseiten der Eltern und Kitas schaffen könne. Diskutiert wurde auch, wie die freien Träger miteingebunden werden können. Die Stadt ist lediglich Träger von vier der 67 öffentlich geförderten Trierer Kitas. Barbara Engel-Ries (CDU) wies darauf hin, dass es schwierig werden könne, den Trägern die gewünschte Transparenz zu vermitteln. "Wenn aber die Kitas nicht mitspielen, können wir die Plattform vergessen."
Wie die Plattform umgesetzt werden soll, wer sie pflegt und welche Kosten auf die Stadt zukommen, konnte in der Sitzung nicht geklärt werden. Der Stein der Weisen für eine verwaltungsarme und kostenneutrale Lösung sei noch nicht gefunden, sagte Birk. Eines stellte sie aber direkt klar: Eine Plattform werde es nicht - wie von der SPD gewünscht - bis August geben. "Wir werden uns erst mal umhören, was es gibt, und eine Arbeitsgruppe bilden." Ein Beschluss wurde nicht gefasst, der Antrag wurde auf die übernächste Ausschusssitzung verschoben. hsc