Überfall auf Autohändler: Festgenommener in U-Haft - Zweiter Täter weiter auf der Flucht

Überfall auf Autohändler: Festgenommener in U-Haft - Zweiter Täter weiter auf der Flucht

Nach dem brutalen Überfall auf einen Autohändler am Freitagnachmittag in Trier ist einer der beiden Täter immer noch auf der Flucht. Von ihm liegt nun eine genauere Beschreibung vor. Der andere Angreifer sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Die Männer hatten drei Angestellte des Autohändlers brutal zusammengeschlagen.

Der blutverschmierte Türpfosten und das zusammengeknäuelte Handtuch zeugen von der brutalen Attacke auf die drei Angestellten des Autohändlers. Foto: Christian Moeris


Der gestern Festgenommene wurde am Samstagmorgen dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Wie die Trierer Polizei am Samstagmorgen auf TV-Anfrage erklärte, habe man den zweiten Täter trotz umfangreicher Fahndung noch nicht gefasst. Nach ihm werde weiter gefahndet. Mittlerweile liegt auch von ihm eine genauere Personenbeschreibung vor: Danach soll er mit einer schwarzen kurzen Short und einem schwarzem T-Shirt bekleidet sein und eine schwarze Umhängetasche bei sich gehabt haben. Er hat dunkle, kurze Haare, ist von muskulöser Statur und etwa zwei Meter groß. Der Täter soll bei dem Angriff selbst verletzt worden sein: Er hat eine blutende Kopfwunde erlitten.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Trier, 0651/9779-2290, entgegen.

Großeinsatz für die Trierer Polizei

Kurz nach 15 Uhr am Freitag melden sich mehrere Augenzeugen über den Notruf und berichten, dass vor der Porta Nigra Menschen angegriffen und zusammengeschlagen werden. Alle zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Einsatzkräfte rasen in die Innenstadt.

Als Tatort stellt sich ein Autohändler direkt an der Porta Nigra neben dem Eingang des Mercure-Hotels heraus. Dort finden die Beamten drei Verletzte, die in ein Trierer Krankenhaus gebracht werden müssen. Sie alle sind Mitarbeiter des Autohändlers.

Zeugen sagen laut Mitteilung der Polizei übereinstimmend aus, dass zwei Männer den Händler überfallen und die Mitarbeiter in den Geschäftsräumen brutal zusammengeschlagen haben. In diesen Räumen scheint sich ein regelrechtes Blutbad ereignet zu haben: An den Wänden sind viele Blutspuren zu sehen.

Die Fahndung läuft sofort an. Die Beamten finden einen Verdächtigen in der Innenstadt und nehmen ihn fest. Eine Augenzeugin, die den Mann auf der Flucht durch die Fußgängerzone gesehen hat, schildert dem Volksfreund die Situation: "Es war eine Szene wie aus einem Horrorfilm. Die Kleidung des Mannes war völlig blutdurchtränkt. Er hatte eine Wunde am Kopf und bewegte sich, als sei er verletzt." Offenbar haben sich die Angestellten des Autohändlers sich gewehrt. Der zweite Täter ist noch nicht gefasst. Auch ihn hat die Zeugin auf der Flucht durch die Fußgängerzone gesehen: "Das war ein sehr großer, kräftiger Mann mit sehr kurzen Haaren." So beschreibt ihn auch die Polizei und fügt hinzu, dass er wahrscheinlich aus dem osteuropäischen Raum stamme.

"Die Hintergründe dieser blutigen Auseinandersetzung sind noch völlig unklar", sagt Monika Peters, Sprecherin des Polizeipräsidiums Trier. Die Kripo ermittelt.

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