Überfall auf Baumarkt

Mutig stellte sich ein Mitarbeiter eines Baumarktes in Mülheim einem bewaffneten Angreifer in den Weg. Der Täter musste ohne Beute die Flucht ergreifen. Die Fahndung blieb erfolglos. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Mülheim. (cb) So aufregend hatte sich ein Mitarbeiter eines Baumarktes im Mülheimer Industriegebiet seinen Feierabend nicht vorgestellt. Als der 45-Jährige am Donnerstag gegen 18.15 Uhr den Seiteneingang eines Baumarktes in der Industriestraße abgeschlossen hatte, stand ein Mann vor ihm und bedrohte ihn mit einer Pistole. Der Bewaffnete forderte ihn auf, die Alarmanlage abzuschalten und die Tür wieder aufzusperren. Das tat der Angestellte aber nicht, sondern schlug die Waffe seines Gegenübers zur Seite. Dabei löste sich ein Schuss, der aber niemanden traf. Bei einem Handgemenge erhielt der Überfallene einen Faustschlag ins Gesicht. Er floh zu einem benachbarten Getränkemarkt, der Angreifer entfernte sich in Richtung Baumarktlager. Vom Getränkemarkt aus wurde die Polizei verständigt, die mit drei Streifenwagen-Besatzungen anrückte. Die Beamten durchsuchten das Industriegebiet und weiteten die Fahndung auch auf Mülheim und Anden aus. Eine heiße Spur fanden sie nicht.

Am Freitag wurde die Fahndung fortgesetzt. Im Einsatz waren nach Angaben von Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, auch Hunde. Auch dabei ergab sich keine Spur. Unklar ist, ob es sich um eine scharfe Waffe handelte. Kaspar: "Ein Einschussloch haben wir nicht gefunden." Der Täter, der nicht maskiert war, ist 40 bis 50 Jahre alt, und etwa 1,75 Meter groß. Er sprach gebrochenes Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen (Personen, Fahrzeuge) gemacht haben, sollten sich an die Polizei in Bernkastel-Kues, Telefon 06531/95270, oder die Kripo in Wittlich, Telefon 06571/95000, wenden.

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