Überfall auf Juweliergeschäft in Trier kommt erneut vor Gericht

Kriminalität : Überfall auf Juweliergeschäft in Trier kommt erneut vor Gericht

Der Überfall auf ein Juweiliergeschäft im Juni 2017 wird erneut Thema im Landgericht Trier. In dem Prozess, der am 23. Januar vor der Großen Strafkammer starten wird, ist eine Frau angeklagt, die den Haupttätern bei dem bewaffneten Überfall damals geholfen haben soll.

Der Vorwurf lautet „schwerer Raub“.

Ein junger Mann hatte mit einem Komplizen am 23. Juni 2017 bei dem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Brotstraße 38 hochwertige Armbanduhren im Wert von 110 000 Euro aus dem Schaufenster genommen und in seinen Rucksack gesteckt. Währenddessen bedrohte ein Komplize eine Mitarbeiterin mit einer täuschend echt aussehenden Pistole und versprühte Reizgas. Anschließend flüchteten die Täter mit Fahrrädern, die sie 200 Meter entfernt vom Tatort bereitgestellt hatten. Der Haupttäter ist in einem ersten Prozess vor dem Landgericht im Mai 2019 zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Der 24-Jährige hatte den Ermittlern umfangreiche Informationen zu einem weiteren versuchten Überfall und den Hintermännern gegeben. 

Eine mutmaßliche Helferin wurde daraufhin im August in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr in dem nun beginnenden Prozess vor, den Tätern vor und nach dem Überfall geholfen zu haben. Die Angeklagte soll für sie ein Hotelzimmer in Trier reserviert haben, mit fremden Personalien und fremden Bankdaten. Am Tag des Überfalls soll sie zudem die Fahrräder gemietet haben, mit denen die Täter am 23. Juni 2017 gegen 11 Uhr in die Nähe des Tatorts gelangten, diese dort abstellten  und nach dem Überfall damit flüchteten.

Die Angeklagte ist nach Auskunft des Gerichts in Deutschland nicht vorbestraft. Der Prozess ist zunächst auf zwei Verhandlungstage angesetzt worden.