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Ulrich Hufschmidt (40): Kein Kaffee, Alkohol, Fast Food und nichts Süßes

Ulrich Hufschmidt (40): Kein Kaffee, Alkohol, Fast Food und nichts Süßes

Ich faste bereits seit siebzehn Jahren. Immer zwischen Karneval und Ostern verzichte ich auf vier Dinge: Süßigkeiten, Alkohol, Fast Food und Kaffee.

Mit Kaffee hat es angefangen. Ich wollte und will bewusst auf Dinge verzichten, die sonst in meinem Alltag sehr stark vertreten sind. Wenn ich ein Auto hätte,würde ich auch darauf verzichten. Beim Fasten geht es mir nur um mich selbst. Es macht keiner mit, und ich will niemanden dazu drängen. Mit religiöser Reinigung und Erleuchtung habe ich auch nichts zu tun. Ich will mich darauf freuen, die verbotenen Dinge wieder zu haben und das jetzt auszuhalten.
Einmal in den 17 Jahren hat es so gar nicht geklappt: Mit meinen Freunden mache ich montags immer Kartenabend. Da habe ich aus Gewohnheit Süßigkeiten gegessen, getrunken und so weiter. Das ist mir erst am Tag darauf aufgefallen. Ich habe mich wirklich geärgert. Aber gut, ansonsten funktioniert das. Auch, wenn die Kollegen mir schon sagen, ich soll morgens wieder Kaffee trinken statt meines Ingwer-Tees. Aber wenn ich so an den Cafés in der Stadt vorbeigehe, habe ich gar keine Sehnsucht nach meinem Beutel Kaffebohnen zu Hause. lub