Meinung: Umbruchphase im Einzelhandel

Kostenpflichtiger Inhalt: Meinung : Umbruchphase im Einzelhandel

Die Trier Galerie ist elf Jahre nach ihrer Eröffnung immer noch ein großer Kundenmagnet, aber kein Selbstläufer mehr. Erhebliche Anstrengungen und Innovationen sind notwendig, um das Flaggschiff des Einzelhandels dauerhaft seetüchtig und schlagkräftig zu halten.

Eine gewisse Fluktuation bei der Belegung der Shops ist normal und sogar gewünscht, um immer mal wieder neue Reizpunkte für die Kunden zu setzen. Wenn aber aktuell 14 von 70 Ladenlokalen leer stehen, macht das nachdenklich und fordert Konsequenzen. Das betrifft nicht nur den Besitzer der Trier Galerie und die einzelnen Pächter. Denn es wäre irreführend zu glauben, dass der restliche Einzelhandel in der City einfach an die Stelle geschlossener Shops treten und die freigewordene Kaufkraft binden könnte.

Vielmehr erwarten gerade Kunden mit weiterem Anfahrtsweg etwa aus Luxemburg von einer Stadt wie Trier ein großes und vielfältiges Gesamtangebot. Dazu gehört auch ein (möglichst voll belegtes) Einkaufscenter. Wenn das Angebot nicht mehr stimmt, droht eine gewisse Klientel eben komplett fernzubleiben und sich umzuorientieren.

Deshalb muss allen an einer gesunden Trier Galerie gelegen sein. Denn wenn das Center hustet, kann Trier einen Schnupfen bekommen. Die anderen Leerstände in der City gilt es ebenfalls zu analysieren und auszuloten, welche Voraussetzungen verbessert werden können, um auch der Online-Konkurrenz zu trotzen.

m.hormes@volksfreund.de

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