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Umfrage in Trier: Was nehmen Sie Positives aus der Corona-Pandemie mit?

Umfrage : Trampolinspringen in der Mittagspause, mehr Zeit in der Natur und mit der Familie - Die positiven Seiten von Corona

So hart die Zeit der Corona-Pandemie, die nun schon länger als ein Jahr dauert, auch ist: Die Veränderung des Alltags hat für manche Menschen auch positive Seiten. Eine Umfrage.

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Dennoch lassen Impfungen und erste Lockerungen zahlreiche Menschen zumindest über den Sommer aufatmen. Vielen haben die Einschränkungen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr zu schaffen gemacht. Aber werden die Menschen aus dieser schwierigen Zeit vielleicht auch etwas Positives mitnehmen? Wir haben uns in Trier umgehört.

Matthias Reuter, 61, Trier: „Ich finde, dass die Menschen gelernt haben, wieder mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. Zumindest während der Corona-Krise, wer weiß wie lange diese positive Entwicklung anhalten wird. Da ich im Krankenhaus arbeite, war es für mich persönlich natürlich positiv, dass ich schon früh geimpft werden konnte. Aber ansonsten sehe ich kaum positive Seiten an Corona.“

Thaer Dakkak, 33, Trier: „Ich glaube, dass die Menschen während Corona wieder mehr Zeit mit ihren Familien verbracht haben. Man war öfter und länger mit der Familie zusammen und nicht nur an Feiertagen oder zu besonderen Anlässen. Für mich persönlich war die Corona-Krise aber nicht positiv. Vorher lief es viel besser im Hinblick auf Integration, Arbeit oder persönliche Kontakte.“

Johannes, 58, Wasserliesch: „Mir fällt spontan nur Negatives ein. Tendenziell wurde natürlich alles massiv ausgebremst, dadurch war alles ein bisschen ruhiger und weniger hektisch. Positiv ist vielleicht noch, dass die Impfstoffentwicklung vorangetrieben wurde.“

Nadine und Lukas Ballreich, 42 und 6, Trier: „Wir waren ganz viel draußen spazieren, wandern oder im Wald unterwegs. Es war schön, dass die ganze Familie zusammen zu Hause war, so eine Zeit hatten wir noch nie. Oder dass der Papa im Homeoffice auch mal in der Pause mit aufs Trampolin konnte. Natürlich ist es gut, wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, aber wir haben aus dieser Zeit sehr viel Positives rausgezogen.“

Julius Heidrich, 24, Tarforst: „Also für mich hatte Corona eigentlich nichts mit dem zu tun, was ich in der Zeit erlebt habe. Ich habe die Situation einfach so hingenommen, mich an die Regeln gehalten und ansonsten alles drumherum weitergemacht. Das Virus war für mich kein leitender Faktor, es war halt da. Deshalb kann ich auch keine positiven Entwicklungen nennen.“

Adele Koster, 59, Zemmer: „Also im ersten Lockdown waren wir viel draußen unterwegs, wir sind viel gelaufen. Aber beim zweiten Mal war es schon schwieriger, die positiven Seiten zu sehen. Man konnte nicht mehr ins Kino, nicht mehr ausgehen, keine anderen Leute treffen. Positiv war, dass man in dieser Zeit ein bisschen zur Ruhe gekommen ist.“

Johnson, 43, Otzenhausen: „Ich war während der Corona-Krise viel draußen spazieren. Mittlerweile kenne ich jeden Baum vor meiner Haustür. Positiv war, dass ich mehr Zeit mit meiner Frau und der Familie verbracht habe. Ich konnte auch mehr Dinge am Haus erledigen. Wir haben zum Beispiel in dieser Zeit renoviert.“

Odilie J., 28, Trier: „Da ich Studentin bin, hat die Corona-Krise nicht viel für mich verändert. Insgesamt musste ich auf wenig verzichten. Ich habe auch schon vorher viel Sport gemacht oder war draußen unterwegs. Mir fällt jetzt nicht wirklich etwas Negatives oder Positives ein, dass sich durch Corona verändert hat.“

Thomas Valerius, 28, Gilzem: „Ich habe während der Corona-Krise neue Wanderwege erkundet. Wie viele andere vermutlich auch, habe ich mir zu Hause ein Home-Gym eingerichtet und dort trainiert. Natürlich hat man in dieser Zeit auch sehr viel Geld gespart.“

Martin Flesch, 29, Pluwig: „Man hatte in der Corona-Zeit viel mehr Freizeit und mehr Zeit für die Familie. Durch Corona hatte ich jetzt außerdem mal eine Fußball-freie Zeit, das war ganz schön zur Erholung.“

Adrian Müller-Roth, 28, Darmstadt: „Durch die Online-Vorlesungen im vergangenen Semester konnte ich mir jeden Tag eine knappe Stunde Fahrzeit sparen, das war sehr positiv für mich. Ich hoffe, dass alle Beteiligten etwas aus der ungewöhnlichen Situation lernen konnten und die positiven Seiten der Digitalisierung für die Zukunft mitnehmen.“

Lea Kirsten, 23, Trier: „Ich habe in der Corona-Pandemie wieder mehr gelesen und hoffe, dass ich das auch danach beibehalten kann. Außerdem habe ich es sehr geschätzt, nicht alleine, sondern in einer WG zu wohnen. Da bei der Uni alles online stattfand, konnte ich mir meine Zeit sehr flexibel einteilen, was natürlich sowohl positive als auch negative Seiten hat. Aber die Flexibilität war super, gerade wenn man neben der Uni noch arbeitet.“