Umsetzung UN-Konvention: Gleichstellung - aber wie?

Umsetzung UN-Konvention: Gleichstellung - aber wie?

Der Club Aktiv will Kommunen dazu animieren, die UN-Behindertenrechtskonvention in kommunale Aktionspläne umzusetzen. Es geht um Inklusion - das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Hilfestellung soll eine Fachtagung Mitte Februar in Trier geben.

Trier. Die Vereinten Nationen haben die Gleichstellung von Behinderten und nicht Behinderten als Menschenrecht deklariert. Festgelegt ist dies in einer Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Deutschland in Kraft trat. Rheinland-Pfalz war ein Jahr später das erste Bundesland, das einen Aktionsplan aufgestellt hat, um diese Konvention umzusetzen.

Signal vom Stadtrat Trier


Einige Kommunen sind diesem Beispiel gefolgt, darunter auch die Stadt Trier, wo es einen entsprechenden Stadtratsbeschluss gibt. In den Umlandkreisen gibt es noch keine konkreten Pläne, wie die Gleichstellung dort realisiert werden kann, wo die Menschen leben.
Höchste Zeit, findet der Trierer Selbsthilfeverein Club Aktiv, die politisch Verantwortlichen in Kommunen und Verwaltungen, aber auch interessierte Bürger und Einrichtungen der Behindertenhilfe für dieses Thema zu sensibilisieren und Wege zur Umsetzung aufzuzeigen.
Die Vernetzung zwischen den Akteuren spiele dabei eine große Rolle, sagt Mitorganisatorin Klaudia Klaus-Höhl vom Club Aktiv. Zum Beispiel könne das Recht auf freie Wahl des Wohnortes und der Wohnform nur kommunenübergreifend gelöst werden. Was muss ein kommunaler Aktionsplan enthalten? Welche Ziele nennt er und welche Lösungen kann er anbieten? Diese und andere Fragen sollen bei einer Fachtagung, die am 13. und 14. Februar in den Räumen der Europäischen Sportakademie Trier stattfindet, beantwortet werden. Schirmherr der Tagung ist der Sozialminister Alexander Schweitzer.
Am Donnerstag, 13. Februar, startet die Fachtagung um 9.30 Uhr. Gegen 10.15 Uhr referiert Landesbehindertenbeauftragter Matthias Rösch. Der Club-Aktiv-Geschäftsführer Paul Haubrich spricht darüber, wie Versorgungslücken durch Vernetzung vermieden werden können. Ferner wird ein "Best-Practice-Beispiel" aus der VG Niederolm vorgestellt.
Der Freitag, 14. Februar, startet um 9 Uhr mit einer Podiumsdiskussion. Unter anderem diskutieren Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen und Trier-Saarburgs Landrat Günther Schartz über die Frage, wie Inklusion in Zeiten klammer kommunaler Finanzen gefördert und umgesetzt werden kann. alf
Informationen und Anmeldungen im Internet www.clubaktiv.de/Fachtagung/Arbeitskreis

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