Natur : Bald wieder alles im alten Fluss

Umweltministerin Ulrike Höfken hat der Stadt einen Förderbescheid in Höhe von 270 000 Euro überreicht. Das Geld dient der Renaturierung des Irscher Bachs.

(mey) Die Gummistiefel habe sie daheim gelassen, sagt sie, mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Baudezernent Andreas Ludwig hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken aber schon eine Wanderung an den Irscher Bach in Planung – wenn besseres Wetter ist. Am Montagmorgen hat Höfken der Stadt einen Förderbescheid in Höhe von 270 000 Euro für die Renaturierung des Gewässers überreicht.

Denn: Noch eingefasst in Betonschalen im Sohl- und Uferbereich, soll der Bach im Bereich des Wasserwerks Irsch auf einer Länge von rund 300 Metern aus seinem künstlichen Korsett befreit werden. Das Land trägt insgesamt 90 Prozent der Kosten, für die Stadt bleiben also weitere 30 000 Euro Anteil an der Renaturierung. „Dies alles trägt dazu bei, dem Gewässer ein Stück seiner Ursprünglichkeit zurückzugeben, die ökologische Durchgängigkeit für seine Bewohner in diesem Abschnitt wieder herzustellen und die Gewässergütestruktur des Irscher Baches insgesamt zu verbessern.“

Gleichzeitig dienten die Maßnahmen dem Ziel, insbesondere bei den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen das Wasser zurückzuhalten und damit den Hochwasserschutz zu verbessern, betonte die Umweltministerin.

„Wir freuen uns sehr über die Mittel, und haben auch noch mehr Bäche“, sagte Leibe mit Humor und Wertschätzung. Höfken lobte des weiteren das Engagement der Stadt Trier beim Hochwasserschutz mit „hervorragender Arbeit“. Man denke an die kürzlichen Arbeiten am Zurlaubener Ufer.

Bestandteil der Maßnahme in Irsch ist auch die Errichtung eines „Blauen Klassenzimmers“ für die Grundschule Irsch. Die Kinder können auf Sitzgelegenheiten in der Natur etwa den Sachkundeunterricht nach draußen verlegen. Bestehend aus einem kreisförmigen Teich mit Sitzstufen aus Natursteinen bietet es rund 40 Kindern Platz.

Die Renaturierung des lokalen Bachs ist Teil der Aktion Blau Plus. Seitdem diese ins Leben gerufen worden ist, sind landesweit rund 1300 Gewässerrenaturierungsprojekte umgesetzt worden. Dabei sind seitens des Landes rund 330 Millionen Euro an Fördergeldern geflossen.