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Unansehnliche Graffitiwand wird zu Gesamtkunstwerk

Unansehnliche Graffitiwand wird zu Gesamtkunstwerk

"Jedem Kind seine Kunst" ist ein Projekt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Das Projekt wurde in Gusterath mit Leben erfüllt. Acht Kinder verwandeln dort eine unansehnliche Graffitiwand in ein besonderes Kunstwerk.

Gusterath. Am Kunstprojekt des Landes unter dem Namen "Jedem Kind seine Kunst" haben in Gusterath mehrere Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren teilgenommen. Thema des Projektes war "Lehm Bau Werk". Die Kinder wurden hier mit dem ältesten Bau- und Werkstoff, dem Lehm, vertraut gemacht. Die fachkundige Leitung lag in den Händen des ortsansässigen und freischaffenden Künstlers Frank Bonert. Seine Partnerin Nadine May unterstützte ihn dabei tatkräftig. Zwei Wochen lang konnten die jungen Künstler, zu denen auch Urlaubsgäste aus Frankfurt am Main und Marburg gehörten, ihrer Kreativität freien Lauf lassen. "Das Ziel war, Akzente am Bauwerk mit Lehmputz kreativ zu gestalten. Ein Gesichtsabdruck der Kinder diente als Basis und sollte an der acht Meter langen Arbeitsfläche ausgearbeitet und verziert werden. Am Ende hatte jedes Kind ein eigenes Werk geschaffen, das auch das Gesamtwerk der Gruppe war", erläutert Bonert. Einer der Akteure, der siebenjährige Elija Heinenberg berichtet: "Das hat richtig Spaß gemacht und ich habe einen Abdruck von meinem Fuß eingebaut.""Die Gesichter sind von uns", freuen sich Kaya May, Jenna Trierweiler und Elina Martini, "die Masken haben wir vorher hergestellt." Nadine May meint: "Durch diese zwei Wochen künstlerisches Gestalten haben sich einige Kinder gefunden, die auch nach dem Projekt in einer Gruppe weitermachen wollen. So hatten sie die Idee, den beiden Stützenpfeilern, die das Dach tragen, eine Umhüllung zu stricken." Künstler Bonert ergänzt: "Ein Projekt dieser Art fördert bei den Schülern die Persönlichkeitsentwicklung in den Bereichen Sach-, Ich- und Sozialkompetenz."Unterstützung erhielt die Gruppe vom Heimatverein Gusterath, der das Material gesponsert hat und vom Nabu der Region Trier, der unter anderem die bürokratische Arbeit abnahm.Den Besuchern Gusteraths oder Durchreisenden auf der Trierer Straße präsentiert sich nun statt einer mit Graffiti verunstalteten Wand am Fest- und Spielplatz ein echter Blickfang, der von Schülern aus Gusterath, Pluwig und Trier geschaffen wurde. pitzWeitere Informationen zu den Projekten gibt es im Internet unter der folgenden Adressekulturland.rlp.de